Kanadas Inflation steigt auf 3,1 Prozent
· VinciFi Redaktion

Kanadas jährliche Inflation hat im September 3,1 Prozent erreicht, angetrieben von höheren Energiepreisen. Die Kerninflation kühlte sich weiter ab, ein wichtiger Unterschied für die nächste Zinsentscheidung der Bank of Canada am 28. Oktober.**
Die Kernmaße zeigen ein nachlassendes Preiswachstum: Die sogenannte Median-Kerninflation lag bei 1,9 Prozent, die getrimmte Kerninflation bei 1,8 Prozent. Beide Werte fielen niedriger aus als im August und lagen unter den Erwartungen. Die bevorzugten Kernmaße der Bank of Canada kamen im Durchschnitt auf 1,85 Prozent, den niedrigsten Stand seit sechs Jahren.
Beim Gesamtindex fiel der Anstieg geringer aus als erwartet. Die Jahresrate lag bei 3,1 Prozent, verglichen mit 3,0 Prozent im August und einer Prognose von 3,2 Prozent. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Erwartet worden waren 0,2 Prozent; im Vormonat waren die Preise um 0,1 Prozent gesunken.
Höhere Ölpreise treiben die Energiekosten und damit den Gesamtindex nach oben. Die Kernmaße zeigen dagegen nachlassende Preissteigerungen. Auch die Inflation ohne Lebensmittel und Energie blieb mit 2,1 Prozent im Jahresvergleich unverändert. Der gemeinsame Kernindikator sank dagegen auf 2,4 Prozent nach 2,6 Prozent.
Zinsentscheidung folgt am 28. Oktober
Die Bank of Canada muss damit steigende Energiekosten gegen die nachlassenden Kernpreise abwägen. Vor der Veröffentlichung hatten Ökonomen darauf geachtet, ob hohe Energiepreise auf weitere Waren und Dienstleistungen übergreifen. Die Inflationsdaten fließen neben einer Unternehmensumfrage in die nächste Zinsentscheidung ein.
Die Bank of Canada entscheidet am 28. Oktober über den Leitzins. Die September-Inflation ist der letzte Verbraucherpreisbericht vor diesem Termin.