Jemen: Drohnenangriff nahe Ölhafen gemeldet

· VinciFi Redaktion

Jemen: Drohnenangriff nahe Ölhafen gemeldet

Yemenitische Quellen melden einen Huthi-Drohnenangriff nahe einem Ölhafen in Hadramaut. Das könnte die Sorge um Jemens Ölausfuhren verstärken, denn Angriffe beeinträchtigten den Schiffsverkehr dort bereits 2022.**

Die Berichte zum Geschehen zeichnen unterschiedliche Bilder. Eine Darstellung nennt drei Drohnen gegen den Flughafen Al-Rayyan bei Mukalla. Andere lokale Berichte sprechen von vier ballistischen Raketen gegen den Flughafen und das Umfeld des Ölhafens Al-Dhabba. Auch ein Angriff auf Aden wird in den Berichten erwähnt. Ziele und Waffen sind damit nicht einheitlich beschrieben.

Für den Ölmarkt ist Al-Dhabba relevant, weil Störungen an jemenitischen Häfen den Export von Rohöl erschweren können. Im Jahr 2022 mieden Tanker jemenitische Häfen; weitere Angriffe im November verhinderten, dass andere Schiffe Rohöl laden konnten. Das zeigt, wie schnell Sicherheitsrisiken in der Region den Schiffsverkehr und damit mögliche Ausfuhren treffen können.

Am Mittwoch stieg Brent-Rohöl am Morgen um 1,5 Prozent auf 110,40 US-Dollar je Barrel. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich ebenfalls um 1,5 Prozent auf 99,27 US-Dollar. Als Gründe für den Anstieg galten neben den Spannungen im Nahen Osten auch sinkende US-Lagerbestände. Die Preisbewegung lässt sich deshalb nicht allein den Berichten aus Hadramaut zuschreiben.

Die Vorgänge rücken Al-Dhabba erneut als möglichen Störpunkt für Jemens Ölausfuhren in den Fokus. Schon 2022 führten Angriffe dazu, dass Tanker jemenitische Häfen mieden und Schiffe kein Rohöl laden konnten.

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