Japans Handelsdefizit schrumpft auf 536,6 Mrd. Yen
· VinciFi Redaktion

Das Minus ist kleiner als im August, fällt aber deutlich höher aus als die Prognose und kann die Einschätzung von Japans Außenhandel beeinflussen.**
Der Fehlbetrag übertraf die Erwartung von 210,4 Mrd. Yen. Im August hatte Japan noch ein Minus von 1.111,9 Mrd. Yen verbucht. Die September-Zahl zeigt damit eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, aber eine größere Lücke als von den Prognostikern angesetzt.
Die Handelsbilanz stellt den Wert der Ausfuhren dem der Einfuhren gegenüber. Ein Defizit bedeutet, dass Japan in diesem Zeitraum mehr Waren importierte als exportierte. Der Saldo allein zeigt jedoch nicht, welche Produkte oder Handelspartner die Entwicklung geprägt haben. Er ist ein Baustein für die Einordnung des Außenhandels und könnte deshalb auch in die Bewertung der japanischen Konjunktur und des Yen einfließen.
Die August-Zahl lag bei 1.111,9 Mrd. Yen im Minus. Der September-Saldo ist somit deutlich weniger negativ, bleibt aber ein Defizit. Der Vergleich mit der Prognose fällt anders aus: Das tatsächliche Minus ist mehr als doppelt so groß wie der erwartete Fehlbetrag. Für Unternehmen und Anleger ist daher nicht nur die Richtung gegenüber dem Vormonat relevant, sondern auch, wie weit die Handelsdaten von den Erwartungen abweichen.
Die September-Zahl ist zunächst ein vorläufiger Wert. Das japanische Finanzministerium veröffentlicht die endgültigen September-Daten laut dem angekündigten Zeitplan am 29. Oktober. Dann kann sich zeigen, ob sich der gemeldete Rückgang des Defizits bestätigt oder ob die Statistik noch angepasst wird.