Japan: Jahresrate der Dienstleistungspreise bleibt bei 3,7 Prozent
· VinciFi Redaktion

Japans Preise für Unternehmensdienstleistungen stiegen im September gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent. Der Wert entsprach der Prognose und dem Vormonat und liefert der Bank of Japan einen Hinweis auf den Preisdruck im Dienstleistungssektor.**
Der Index misst, welche Preise Unternehmen einander für Dienstleistungen berechnen. Er umfasst unter anderem Transport, Kommunikation, Finanzdienste, Immobilien, Werbung und die Vermietung von Ausrüstung. Da viele Dienstleistungen arbeitsintensiv sind, beobachtet die Bank of Japan die Kennzahl auch daraufhin, ob steigende Löhne in höheren Preisen ankommen.
Im August hatte die Jahresrate ebenfalls 3,7 Prozent betragen. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Ohne internationale Transportleistungen lag der Anstieg im August bei 3,2 Prozent. Die Gesamtzahl und diese Teilmessung zeigen, dass die Entwicklung je nach Bereich unterschiedlich ausfallen kann.
Für September standen Istwert, Prognose und Vormonatswert jeweils bei 3,7 Prozent. Damit gab es bei der Jahresrate weder eine Abweichung von der Erwartung noch eine Veränderung gegenüber dem Vormonat.
Bei den Warenpreisen zeigte sich zuletzt eine andere Entwicklung: Japans Erzeugerpreise für Waren stiegen im September um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 7,6 Prozent im August. Die beiden Kennzahlen erfassen verschiedene Bereiche der Unternehmenspreise und sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Vorab-Einschätzungen zum Dienstleistungsindex sahen einen Wert von 3,7 Prozent oder mehr als möglichen kleinen Rückenwind für den Yen und kurzfristige Renditen japanischer Staatsanleihen. Der Septemberwert lag genau auf dieser Schwelle und zugleich auf der Prognose.
Die Bank of Japan tagt am 29. und 30. Oktober. Vor der Sitzung galt es als weithin erwartet, dass sie den Leitzins bei 1,25 Prozent belässt, nachdem sie ihn im September angehoben hatte.