IWF warnt: KI-Einbruch könnte Wachstum 2028 drücken
· VinciFi Redaktion

Ein Rückgang der KI-Investitionen könnte das globale Wirtschaftswachstum 2028 um bis zu 1,3 Prozentpunkte bremsen. Der IWF sieht das als Risikoszenario, nicht als Basisprognose; ein Einbruch könnte auch die Börsen belasten.**
Das Szenario setzt voraus, dass die Gewinne und Produktivitätsfortschritte durch künstliche Intelligenz hinter den Erwartungen zurückbleiben. Unternehmen könnten dann weniger in KI investieren. Fallen zugleich die Aktienkurse, könnte der Rückgang der Investitionen die Weltwirtschaft zusätzlich bremsen.
Für die USA läge die Wirtschaftsleistung in einer IWF-Modellrechnung 1,8 Prozent unter der Basisprognose, für Asien 1,7 Prozent. Diese regionalen Werte zeigen, wie weit ein KI-Rückschlag über einzelne Technologieunternehmen hinausreichen könnte.
Der KI-Ausbau stützt die Wirtschaft derzeit: Investitionen in Rechenzentren, Halbleiter und zugehörige Infrastruktur haben laut IWF Aktivität und Handel angekurbelt. Der Fonds erwartet für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 3,1 Prozent im Jahr 2026 und 3,4 Prozent 2027. Das Risikoszenario beschreibt damit eine mögliche Umkehr eines wichtigen Wachstumstreibers, nicht eine bereits eingetretene Abkühlung.
Allein die Ausgaben für KI-Infrastruktur in den USA könnten bis 2032 mehr als 10 Billionen US-Dollar erreichen. Gleichzeitig hängen asiatische Volkswirtschaften zunehmend von KI-getriebenen Exporten ab. Ein Investitionsrückgang in den USA könnte deshalb auch die Nachfrage nach Exporten aus Asien treffen.
Der IWF warnt damit vor einer Kettenreaktion: Enttäuschte Erwartungen könnten Investitionen und Aktienkurse gleichzeitig unter Druck setzen und so die wirtschaftliche Abschwächung verstärken.