IWF sagt Irak Unterstützung zu, Kredit noch offen

· VinciFi Redaktion

IWF sagt Irak Unterstützung zu, Kredit noch offen

Der IWF stellt Irak finanzielle und wirtschaftspolitische Unterstützung in Aussicht, nachdem das Land ein neues Kreditprogramm beantragt hat. Das könnte den Druck auf den Staatshaushalt lindern, doch Umfang und Bedingungen der Hilfe sind noch nicht vereinbart.**

Der Engpass hängt eng mit dem Ölgeschäft zusammen: Vor den Störungen liefen rund 3,5 Millionen Barrel irakischen Öls pro Tag durch die Straße von Hormus. Öleinnahmen machten etwa 90 Prozent der Staatseinnahmen aus. Die Unterbrechungen bei den Lieferungen treffen damit eine zentrale Finanzierungsquelle des Landes.

Der IWF erwartet, dass Iraks Wirtschaftsleistung 2026 um 16 Prozent schrumpft. Für 2027 prognostiziert der Fonds eine Erholung um 19 Prozent. Auch die Leistungsbilanz gerät unter Druck: Das Defizit soll 2026 laut IWF 10,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Die Prognosen zeigen, wie stark die Folgen der Exportstörungen in die gesamte Wirtschaft ausstrahlen könnten.

Irak hat bereits den offiziellen Wechselkurs angepasst. Seit dem 7. Oktober liegt der Verkaufskurs für Bargeld an die Öffentlichkeit bei 1.520 Dinar je US-Dollar. Die Abwertung soll dem Staat für jeden umgetauschten Dollar mehr Dinar einbringen.

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa stellte Unterstützung mit Geld und wirtschaftspolitischer Beratung in Aussicht. Ein konkreter Kreditbetrag oder ein fertiger Programmvertrag steht damit noch nicht fest. Parallel führt der Fonds Gespräche über mögliche Unterstützung für Libanon.

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