Italien: Dienstleister-PMI fällt auf 51,7 Punkte
· VinciFi Redaktion

Italiens Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen ist im September Berichten zufolge auf 51,7 Punkte gefallen, nach zuvor 55,2 Punkten. Auch der Gesamtindex verfehlt die Erwartungen, was Zweifel an der Konjunkturdynamik nähren könnte.**
Was passiert ist
Die gemeldeten September-Daten fallen für Italien schwächer aus als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen liegt Berichten zufolge bei 51,7 Punkten. Als Erwartungswert waren 54,5 Punkte angegeben, der vorherige Stand betrug 55,2 Punkte.
Auch der Composite-PMI, der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex, gibt nach: Gemeldet wurden 51,0 Punkte, gegenüber einer Erwartung von 53,2 Punkten und zuvor 53,6 Punkten. Damit liegen beide Indikatoren sowohl unter ihrem vorherigen Stand als auch unter den genannten Schätzungen.
Hintergrund
Einkaufsmanagerindizes beruhen laut der offiziellen Methodenbeschreibung auf monatlichen Befragungen von Führungskräften privater Unternehmen. Sie liefern Hinweise auf die wirtschaftliche Lage.
Die gemeldeten Indexstände sind dabei keine prozentualen Wachstumsraten. Aus ihnen lässt sich also nicht unmittelbar ablesen, um wie viel Italiens Wirtschaftsleistung gestiegen oder gesunken ist.
Was das bedeuten kann
Die schwächeren Umfragewerte könnten die Erwartungen an das Geschäft italienischer Unternehmen dämpfen. Falls sich die nachlassende Dynamik in deren tatsächlicher Geschäftsentwicklung niederschlägt, könnten auch Umsatz- und Gewinnerwartungen unter Druck geraten.
Wenn du Aktien von Unternehmen mit starkem Italien-Geschäft hältst, könnte diese Entwicklung deshalb relevant sein. Eine konkrete Kursbewegung oder eine bestimmte Zinsentscheidung lässt sich aus den beiden Indexständen allein jedoch nicht ableiten.