Italien beschließt Hilfen, die Lkw-Proteste dämpfen sollen
· VinciFi Redaktion

Italiens Regierung hat ein Hilfsdekret für Transport, Landwirtschaft und Fischerei beschlossen. Die Maßnahmen sollen die Proteste gegen hohe Treibstoffkosten entschärfen und könnten Lieferengpässe im Süden begrenzen.**
Für landwirtschaftlichen Treibstoff sieht das Paket 60 Millionen Euro vor. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida soll das Geld den Kauf von 121 Millionen Litern ermöglichen; der Zuschuss kann bis zu 45 Cent je Liter betragen. Die Unterstützung gilt für Betriebe, die Agrardiesel bis zum 15. Oktober gekauft haben.
Im Güterverkehr ergänzt das Dekret frühere Maßnahmen. Vize-Verkehrsminister Edoardo Rixi bezifferte die Hilfen für den Zeitraum von März bis August auf 480 Millionen Euro. Weitere 60 Millionen Euro seien für September bis Anfang Oktober vorgesehen. Außerdem sollen betroffene Unternehmen Steuergutschriften auch in den ersten Monaten des Jahres 2027 nutzen können. Leasingraten für Lastwagen im Gütertransport, die zwischen dem 1. November 2026 und dem 31. März 2027 fällig werden, sollen ausgesetzt werden.
Die Proteste hatten bereits Folgen für die Versorgung: In Teilen Süditaliens waren Lebensmittel und Treibstoff knapp, Lieferungen kamen nur eingeschränkt an. Transportverbände setzten ihre Blockaden in Sizilien und Kalabrien teilweise aus. In anderen Teilen des Südens dauerten Proteste und Verkehrsbehinderungen jedoch an; auch Fischer legten wegen der Kraftstoffkosten Boote still.
Das Paket richtet sich damit an mehrere Bereiche der Versorgung. Für Händler und Verbraucher könnten regelmäßigere Transporte eine Entlastung bringen. Die Lage bleibt für Unternehmen entlang der Lieferketten angespannt, solange die Proteste in Teilen Süditaliens weitergehen.