Iran will Kontrolle über Straße von Hormus
· VinciFi Redaktion

Iran erklärt, es habe „keine Wahl“, als die Kontrolle über die Straße von Hormus zu beanspruchen. Der Anspruch betrifft eine zentrale Route für Öl- und Gastransporte und kann die Energiemärkte bewegen.**
Sie beschreiben Iran zudem als bereit, diesen Anspruch notfalls mit Gewalt durchzusetzen.
Der Streit fällt in eine Phase, in der Iran und die USA gegensätzliche Ansprüche auf die Kontrolle der Wasserstraße erheben. Der US-Kommandeur Brad Cooper sagte am Freitag, die Meerenge werde von den USA und ihren Partnern kontrolliert. Nach Angaben des US-Militärs passierten in der Woche zuvor 400 Schiffe die Route und transportierten 100 Millionen Barrel Öl. Diese Darstellung steht im Gegensatz zu Teherans Anspruch.
Öltransporte und Preise im Fokus
Vor dem Krieg floss etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasströme durch die Straße von Hormus. Angriffe auf Schiffe und Einschränkungen der Durchfahrt können deshalb das Angebot auf den Energiemärkten belasten. Am Montag notierte Brent bei 108,14 US-Dollar je Barrel, nachdem der Preis im Tagesverlauf um 1,6 Prozent gefallen war. Die Bewegung zeigt, dass neben den Spannungen um Hormus auch andere Faktoren den Ölpreis beeinflussen können.
Die iranische Position trifft auf eine angespannte Sicherheitslage: Am Montag meldeten Irans Revolutionsgarden, ein nicht identifizierter Tanker sei südlich der Meerenge nach dem Auflaufen auf eine Seemine in Brand geraten. Bereits in den Tagen zuvor waren weitere Angriffe auf Schiffe gemeldet worden.
Iran hält zugleich einen Vorschlag zur Wiederöffnung der Schifffahrt offen. Wie Washington darauf reagiert, ist der nächste Schritt im Streit um die Durchfahrt durch die Meerenge.