Iran: Präsident beklagt blockierte Gelder in China
· VinciFi Redaktion

Irans Präsident Massud Peseschkian hat Berichten zufolge erklärt, dass iranische Gelder in China blockiert seien. Fehlender Zugriff auf Exporterlöse könnte Teherans Spielraum für Zahlungen ins Ausland einschränken.**
Was passiert ist
Irans Präsident Massud Peseschkian beklagt Berichten zufolge, dass sein Land auf Gelder in China nicht zugreifen könne. Es gehe um Geld für bereits gelieferte Waren. Iran könne diese Mittel weder aus China zurückholen noch für Zahlungen an andere Empfänger verwenden.
Die übermittelte Aussage nennt weder eine Summe noch betroffene Banken, Warenarten oder den Beginn der Blockade. Auch die konkrete Ursache bleibt offen. Eine unabhängige Bestätigung der geschilderten Zahlungssperre durch eine öffentlich zugängliche Primärquelle ließ sich in der Recherche nicht finden.
Damit ist die Aussage des Präsidenten die Nachricht, nicht eine unabhängig belegte neue Sanktion Chinas.
Hintergrund
Der Handel mit iranischem Öl steht unter US-Sanktionsdruck. Am 24. April 2026 verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical (Dalian). Die Behörde begründete dies mit deren Käufen iranischen Öls. Nach Angaben des Ministeriums kaufen unabhängige chinesische Raffinerien den Großteil des iranischen Rohöls.
Das belegt den Sanktionsdruck auf diesen Handelsweg. Es belegt jedoch nicht, dass die von Peseschkian angesprochenen Gelder aus Ölverkäufen stammen oder wegen dieser Maßnahmen blockiert sind.
Was das bedeuten kann
Sollten die beschriebenen Beschränkungen bestehen, könnten Iran trotz erfolgter Warenlieferungen verfügbare Zahlungsmittel fehlen. Das könnte die Bezahlung von Importen und die Abwicklung weiterer Geschäfte erschweren.
Für Energiemärkte könnte die Entwicklung relevant werden, falls Zahlungsprobleme auch künftige Öllieferungen beeinträchtigen. Aus der vorliegenden Aussage allein lassen sich jedoch weder Lieferausfälle noch eine bestimmte Reaktion des Ölpreises ableiten.