Iran pocht auf Kontrolle über die Straße von Hormus
· VinciFi Redaktion

Irans Generalstabschef Ali Abdollahi behauptet, die Straße von Hormus sei vollständig geschlossen und stehe unter iranischer Kontrolle. Die Aussagen könnten die Sorge um eine wichtige Schifffahrtsroute und die Energieversorgung verstärken.**
Abdollahi sagte, die iranischen Streitkräfte überwachten neben der Meerenge auch die Küsten und Inseln im Persischen Golf. Schiffe, die iranische Vorgaben missachteten, seien dort nicht sicher. Damit stellt das Militär die Kontrolle über die Passage als Teil seiner Sicherheitsstrategie dar.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian betonte seinerseits, dauerhafte Sicherheit im Persischen Golf und auf den dortigen Wasserwegen hänge vor allem von Zusammenarbeit und Verantwortung der Länder in der Region ab. Er bezeichnete die Straße von Hormus als bedeutend für die regionale und globale Sicherheit sowie für wirtschaftliche Aktivitäten.
Iran beschreibt Regeln für Handelsschiffe
Am 12. Oktober erklärte der stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi, Handelsschiffe könnten nach vorheriger Abstimmung passieren. Die Kontrollmaßnahmen sollten nach seiner Darstellung bestehen bleiben, bis die USA zu ihren Verpflichtungen zurückkehren.
Die Äußerungen von Militär und Regierung zeigen, dass Teheran den Schiffsverkehr durch die Meerenge als sicherheitspolitisches Thema behandelt. Zugleich verweist Pezeshkian auf eine regionale Lösung. Für den internationalen Handel ist die Passage relevant: Anhaltende Einschränkungen oder neue Spannungen könnten deshalb auch Sorgen um die Energieversorgung und die Ölpreise verstärken.