Iran-General beansprucht Kontrolle über Hormus
· VinciFi Redaktion

Generalmajor Yazidi sagt, die iranischen Streitkräfte hätten die operative Kontrolle über die Straße von Hormus. Für den Ölmarkt ist das wichtig, weil Störungen der Schifffahrt Rohölversorgung und Preise beeinflussen können.**
Am selben Dienstag erklärten die iranischen Revolutionsgarden, zwei Tanker seien beim Versuch, die Meerenge zu passieren, durch Minen gestoppt worden. Die Passage durch Hormus bleibt damit nicht nur Gegenstand militärischer Aussagen, sondern auch ein konkretes Sicherheitsrisiko für die Handelsschifffahrt.
Wie stark sich die Lage auf den Ölmarkt auswirken kann, zeigte sich bereits im dritten Quartal. Die US-Energieinformationsbehörde EIA führt die Schwankungen der Rohölpreise unter anderem auf öffentliche Aussagen regionaler Politiker und auf Unterbrechungen des Schiffsverkehrs durch Hormus zurück. In den letzten zwei Wochen des Quartals lag er im Durchschnitt bei rund 104 US-Dollar je Barrel.
Im Juni hatte der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach einer Vereinbarung zwischen den USA und Iran zugenommen. Die EIA erwartete damals, dass sich Ölproduktion und Handelsströme bis Jahresende wieder annähernd dem Niveau vor dem Konflikt nähern könnten. Später im dritten Quartal stiegen die Preise jedoch erneut, als die Kämpfe wieder aufflammten und die Risiken für Lieferwege zunahmen.
Yazidis Aussage beschreibt den Anspruch eines iranischen Militärvertreters auf operative Kontrolle. Für Händler zählt zugleich, ob Tanker die Route tatsächlich nutzen können und ob Lieferungen aus der Region ausbleiben. Eine länger anhaltende Störung könnte das verfügbare Angebot verknappen und zusätzlichen Druck auf die Ölpreise ausüben. Die EIA stellte bereits im dritten Quartal fest, dass sowohl die Lage am Golf als auch öffentliche Äußerungen zu militärischen Plänen und möglichen Friedensgesprächen die Preisbewegungen beeinflussten.