Iran-Exporte nach Pakistan laut Vertreter vorerst gestoppt
· VinciFi Redaktion

Ein Vertreter der Teheraner Handelskammer führt den vorübergehenden Stopp iranischer Exporte nach Pakistan auf Bankensanktionen zurück. Das könnte vor allem die LPG-Versorgung und die Preise in Pakistan belasten.**
Peyman Sanandaji, Leiter der Transportkommission der Teheraner Handelskammer, sagte am 17. Oktober, Sanktionen gegen das iranische Bankensystem erschwerten Zahlungen für Waren aus Iran. Die gemeinsame Landgrenze sei geöffnet, Importe aus Pakistan nach Iran liefen weiter. Parallel dazu schränkte die Provinzregierung im pakistanischen Belutschistan den Handel an den Grenzübergängen Gabd-Rimdan und Taftan ein. Sie verwies auf Sicherheitsprobleme und den Kampf gegen Schmuggel. Irans Außenministerium sprach von technischen Schwierigkeiten. Pakistans Außenamt bekräftigte, das Land halte geltende Sanktionen ein.
Besonders wichtig ist die Unterbrechung für Flüssiggas, kurz LPG. Mehr als 4.000 Tonnen pro Tag kommen über Gabd-Rimdan. Händler berichteten, dass Lieferungen gestoppt seien und LPG-Tankwagen an der Grenze feststeckten. Der Übergang wurde am Mittwoch für pakistanische Ausfuhren verderblicher Waren wieder geöffnet, LPG-Importe blieben jedoch unterbrochen. Die Wiederöffnung betraf damit zunächst den Warenverkehr aus Pakistan, nicht die Lieferungen von Flüssiggas aus Iran.
Irans Außenministerium teilte mit, Beratungen über eine Wiederaufnahme des Handels liefen.