Iran-Blockade: US-Militär meldet 130 umgeleitete Schiffe
· VinciFi Redaktion

Das US-Regionalkommando CENTCOM hat nach eigenen Angaben bis zum 5. Oktober insgesamt 130 Handelsschiffe im Zuge der Seeblockade gegen Iran umgeleitet. Die Durchsetzung der Blockade könnte Handelsströme beeinträchtigen und Transportkosten in der Region erhöhen.**
Was passiert ist
Die USA setzen ihre Seeblockade gegen Iran fort. Nach einer offiziellen Mitteilung des US-Regionalkommandos CENTCOM leiteten amerikanische Streitkräfte am 5. Oktober das 130. Handelsschiff im Nahen Osten um. Die Zahl beschreibt den kumulierten Stand der laufenden Blockade, nicht die Zahl der Eingriffe an einem einzelnen Tag.
CENTCOM meldet außerdem, drei Schiffe außer Gefecht gesetzt zu haben, die den Anweisungen nicht gefolgt seien. Die Angaben stammen vom US-Militär und beschreiben dessen eigene Einsätze.
Hintergrund
Nach Angaben des Kommandos wurde die Blockade am 14. Juli auf Anweisung des US-Präsidenten wieder aufgenommen. Sie richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort auslaufen wollen.
Die Durchsetzung geht laut CENTCOM über das Umleiten von Schiffen hinaus: Innerhalb der vergangenen zwölf Wochen habe das US-Militär 13 Handelsschiffe zerstört. Diese hätten gegen die Blockade verstoßen oder zu einem Schattennetzwerk der iranischen Revolutionsgarden gehört, erklärt das Kommando. Damit meldet das Militär neben Eingriffen in Handelsrouten auch die Zerstörung kommerzieller Schiffe.
Was das bedeuten kann
Wenn Schiffe ihre vorgesehenen Häfen nicht erreichen oder verlassen können, könnten sich Lieferungen verzögern und Transportabläufe verteuern. Weitere militärische Eingriffe könnten zudem die Risiken für Reedereien und Versicherer erhöhen.
Sollten dadurch Energielieferungen eingeschränkt werden, könnte das auch Ölpreise und Kosten energieintensiver Unternehmen beeinflussen. Wenn du Aktien solcher Unternehmen oder von Transportfirmen hältst, könnte dieser Kostenkanal für dein Depot relevant sein. Aus der Zahl der umgeleiteten Schiffe allein lässt sich jedoch weder die betroffene Frachtmenge noch eine konkrete Preiswirkung ableiten.