Iran-Blockade: CENTCOM nennt 25 Mrd. Dollar an Ölexporten
· VinciFi Redaktion

CENTCOM beziffert den Wert des iranischen Rohöls, dessen Ausfuhr die US-Seeblockade verhindert haben soll, auf mindestens 25 Mrd. Dollar. Die Einschränkung iranischer Lieferungen könnte den Ölmarkt berühren, doch US-Finanzdaten zeigen, dass iranische Ölprodukte weiterhin über eine Schattenflotte transportiert wurden.**
Die US-Streitkräfte nahmen die Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, am 14. Juli wieder auf. Am 5. Oktober meldete das zuständige US-Regionalkommando, seine Kräfte hätten seitdem 130 Handelsschiffe umgeleitet und drei weitere Schiffe außer Gefecht gesetzt. CENTCOM stellt die Maßnahme als Druckmittel gegen Teherans Einnahmen aus dem Ölgeschäft dar.
Sanktionen trafen weiter aktive Tanker
Nach Angaben der Behörde hatten diese Tanker Millionen Barrel iranisches Rohöl sowie Erdöl- und petrochemische Produkte nach Süd- und Ostasien befördert.
Das zeigt, warum die von CENTCOM genannte Summe als Angabe des Militärs einzuordnen ist: Die Blockade erschwert den Transport, während das Finanzministerium zugleich weitere Schiffe aufführte, die iranische Lieferungen befördert hatten. Die US-Regierung setzt damit auf zwei Hebel: militärische Kontrolle von Schiffsbewegungen und Sanktionen gegen Transportnetzwerke.
Ölangebot bleibt der Marktkanal
Für den Ölmarkt ist entscheidend, wie viel Rohöl tatsächlich aus dem internationalen Angebot herausfällt. Eine wirksame Einschränkung iranischer Ausfuhren könnte das verfügbare Angebot verknappen und damit die Preisbildung beeinflussen. Die Angaben belegen jedoch weder eine bestimmte Veränderung des Weltmarktpreises noch, dass die gesamte genannte Exportmenge dauerhaft vom Markt ferngehalten wurde.
Iranische Öl- und Petrochemieprodukte gelangten laut Finanzministerium über Tanker in Märkte Süd- und Ostasiens. Die Blockade und die Sanktionen richten sich daher auch gegen bestehende Handelswege in diesen Regionen.