Indien meldet Treffer auf MT ST 3 in Hormus
· VinciFi Redaktion

Indiens Schifffahrtsminister sagt, ein Projektil habe am 16. Oktober den Rohöltanker MT ST 3 in der Straße von Hormus getroffen; 15 indische Seeleute waren an Bord. Der Vorfall kann die Risiken für den Öltransport durch eine zentrale Meerenge stärker in den Fokus rücken.**
Der Vorfall folgt auf mehrere Angriffe auf Schiffe mit indischen Seeleuten in der Region. Am 11. Oktober wurde die MT Petro Dolphin bei Sohar vor Oman von einer Drohne getroffen. Zwei der elf indischen Seeleute an Bord wurden als vermisst gemeldet. Am selben Tag traf ein unbekanntes Projektil die MT Valthera in der Straße von Hormus; alle elf indischen Seeleute an Bord wurden als sicher gemeldet.
Bereits am 9. Oktober wurde ein Tanker bei Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von einer Drohne angegriffen. Die 22 indischen Seeleute an Bord waren in Sicherheit. Bei einem weiteren Treffer auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus wurden am 6. Oktober elf indische Besatzungsmitglieder verletzt.
Die Meerenge ist für den Energiemarkt bedeutsam: Im ersten Halbjahr 2025 passierten dort täglich rund 20,9 Millionen Barrel Öl. Das entsprach etwa einem Viertel des weltweiten Seehandels mit Öl. Die Angriffe betreffen damit nicht nur die Sicherheit der Seeleute. Störungen auf der Route könnten auch den Transport von Rohöl und die Tankerbranche belasten.
Indien hat die Sicherheit der Seeleute bereits in Gesprächen mit Iran thematisiert. Am 12. Oktober sprach der nationale Sicherheitsberater Ajit Doval mit dem iranischen Funktionär Mohsen Rezaei; dabei ging es auch um die Sicherheit indischer Seeleute und Schiffe. Am 16. Oktober bezeichnete Indiens Vertreter vor einem internationalen Rat die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe als besorgniserregend. Die Sicherheit der zivilen Schifffahrt in der Region bleibt damit auch ein diplomatisches Thema.