Ifo-Geschäftsklima steigt im Oktober auf 90,2 Punkte
· VinciFi Redaktion

Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland steigt im Oktober auf 90,2 Punkte und liegt damit über dem Septemberwert von 89,9. Der Index bündelt Einschätzungen zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen der Unternehmen und kann Hinweise auf die Stimmung in der Wirtschaft geben.**
Im August hatte der Index noch bei 88,8 Punkten gelegen. Der Septemberwert von 89,9 Punkten bedeutete bereits einen Anstieg. Im Oktober setzt sich diese Bewegung fort.
Das ifo Institut fragt monatlich rund 9.000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungssektor, dem Handel und dem Bauhauptgewerbe. Sie beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage und geben an, wie sie die kommenden sechs Monate einschätzen. Der Index verbindet diese beiden Antworten. Er ist damit ein Stimmungsbarometer und keine direkte Messung von Umsatz, Produktion oder Aufträgen.
Die Septemberdaten zeigten ein unterschiedliches Bild in den Branchen. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich der Teilindex erneut. Ausschlaggebend waren laut ifo Institut vor allem bessere Erwartungen, besonders in der Elektrobranche. Gleichzeitig waren die Unternehmen weiterhin unzufrieden mit ihren Auftragsbeständen; die Automobilbranche stand vor Herausforderungen. Im Dienstleistungssektor drehte das Geschäftsklima im September zurück in den positiven Bereich. Auch im Handel legte der Index zu, während er im Bauhauptgewerbe nahezu unverändert blieb.
Der Oktoberwert fasst die Einschätzungen der befragten Unternehmen zusammen und beschreibt nicht die Lage jeder Branche oder jedes einzelnen Unternehmens. Für konjunkturabhängige Bereiche kann ein steigender Stimmungsindex ein Hinweis darauf sein, dass Firmen ihre Geschäftsaussichten günstiger beurteilen. Ob sich das in tatsächlicher Nachfrage niederschlägt, lässt sich aus einer Umfrage allein nicht ablesen. Die Erwartungen der Unternehmen beziehen sich jeweils auf die kommenden sechs Monate.