IEA fordert Prüfung zusätzlicher Diesel-Freigaben

· VinciFi Redaktion

IEA fordert Prüfung zusätzlicher Diesel-Freigaben

Die IEA fordert ihre Mitgliedstaaten auf zu prüfen, ob sie weitere Dieselbestände freigeben. Zusätzliche Mengen könnten den angespannten Kraftstoffmarkt mit mehr Angebot stützen.**

Bis Anfang Oktober hatten IEA-Mitgliedstaaten rund 325 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte aus strategischen Reserven freigegeben. Im März hatten sie 400 Millionen Barrel zugesagt. Die IEA erklärte Anfang Oktober, die Regierungen unterstützten eine Beschleunigung dieser Freigaben. Zugleich sagt die Organisation, die im März angekündigte Menge werde mehr als 400 Millionen Barrel umfassen. Wenn die noch ausstehenden Zusagen erfüllt werden, könnten laut IEA rund 100 Millionen Barrel auf den Markt kommen.

Die Prüfung weiterer Dieselbestände ist davon zu unterscheiden. Vor der Sitzung des IEA-Gouverneursrats am 15. Oktober forderte IEA-Chef Fatih Birol die Mitgliedstaaten auf, zu bewerten, ob zusätzliche Diesel-Freigaben nötig sind. Das gilt laut IEA auch für Länder, die ihre bisherigen Zusagen bereits erfüllt haben. Hintergrund sind angespannte globale Diesel-Märkte. Schweden kündigte am 15. Oktober an, rund zwei Millionen Barrel Diesel und Benzin zur koordinierten Freigabe beizutragen.

Sinkende Lagerbestände erhöhen den Druck

Die Reservefreigaben treffen auf einen Markt, in dem die weltweiten Ölvorräte zuletzt stark zurückgingen. Die IEA bezifferte den Abbau in den sechs Monaten bis September auf eine Rekordrate von 2,8 Millionen Barrel pro Tag. Zusätzliche Bestände könnten kurzfristig das verfügbare Angebot erhöhen und den Druck auf Öl- und Kraftstoffpreise dämpfen.

Am 15. Oktober begannen die Beratungen des IEA-Gouverneursrats über Umfang und Zeitpunkt weiterer Freigaben. Die Prüfung möglicher zusätzlicher Diesel-Mengen steht neben der Umsetzung der bereits zugesagten Bestände.

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