Houthis melden Angriffe auf Aramco und Flughafen Riad
· VinciFi Redaktion

Die jemenitischen Streitkräfte erklären, Aramco-Anlagen in Dhahran und Riad sowie den Flughafen Riad angegriffen zu haben. Nach einem Angriff auf Aramcos Verwaltungsgebäude am Dienstag stieg Brent am Mittwoch auf 107,35 US-Dollar je Barrel.**
Sie behaupteten, die Angriffe hätten Schäden und Brände an den Zielen verursacht. Saudi-Arabiens staatliche Nachrichtenagentur berichtete zuvor von einem Angriff am Dienstagabend auf ein Verwaltungsgebäude von Aramco in Dhahran. Dabei sei ein begrenztes Feuer ausgebrochen.
Ölpreise legen nach dem Angriff zu
Brent-Futures verteuerten sich am Mittwoch um 1,40 US-Dollar oder 1,35 Prozent auf 107,35 US-Dollar je Barrel. US-Öl der Sorte WTI stieg um 1,24 US-Dollar oder 1,32 Prozent auf 95,38 US-Dollar. Die Preisbewegung fiel mit dem Angriff auf das Aramco-Gebäude und den zunehmenden Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den jemenitischen Streitkräften zusammen. Die steigenden Ölpreise spiegelten auch Sorgen über die globale Versorgung wider, die durch eskalierende Zusammenstöße und Angriffe auf Energieinfrastruktur genährt wurden.
Für Aramco ist die Sicherheit seiner Anlagen ein Thema für den gesamten Konzern: Das Unternehmen betreibt ein weit verzweigtes Netz aus Förderanlagen an Land und auf See, Pipelines, Raffinerien und Exportterminals. Der Angriff auf ein Gebäude belegt für sich genommen keine Unterbrechung dieser Infrastruktur. Eine anhaltende Eskalation könnte jedoch den Risikoaufschlag auf Rohöl erhöhen, wenn Händler mögliche Störungen der Förderung oder des Transports stärker einpreisen.
Erinnerung an frühere Angriffe auf Ölanlagen
Die Angriffe rücken auch die Verwundbarkeit saudischer Energieanlagen in den Fokus. 2019 trafen Drohnen und Raketen die Anlagen in Abqaiq und Khurais. Damals fiel zeitweise mehr als fünf Prozent der weltweiten Ölversorgung aus; Saudi-Arabien erklärte rund zwei Wochen später, die Produktion vollständig wiederhergestellt zu haben.
Die Huthi kündigten weitere Angriffe auf saudische Flughäfen und Ölanlagen an. Damit bleibt die regionale Sicherheitslage ein möglicher Treiber für die Ölpreise.