Hormuz: Neue Angriffe bedrohen Erholung der Öltransporte
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge gefährden neue Angriffe auf Schiffe rund um die Straße von Hormuz die Erholung der Öltransporte aus dem Nahen Osten. Weitere Störungen könnten das Ölangebot verknappen und Energie sowie Transporte verteuern.**
Was passiert ist
Rund um die Straße von Hormuz sind erneut Schiffe angegriffen worden. Berichten zufolge meldete die britische Stelle für maritime Sicherheit UKMTO seit dem 28. September sieben Treffer auf Schiffe. Die neuen Angriffe bedrohen demnach die Erholung der Öltransporte aus dem Nahen Osten.
Zugleich warnten Irans Revolutionsgarden dem Bericht zufolge Schiffe davor, die von den USA unterstützte Route zu nutzen. Die Meldung enthält keine konkrete Menge an Öllieferungen, die durch die jüngsten Angriffe ausgefallen ist. Auch eine vollständige Sperrung der Meerenge lässt sich daraus nicht ableiten.
Hintergrund
Die Straße von Hormuz liegt zwischen Iran und Oman und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Ihre Bedeutung für die Energieversorgung zeigen historische Zahlen der US-Energiebehörde EIA: Im Jahr 2024 passierten durchschnittlich 20 Millionen Barrel Öl pro Tag die Meerenge. Das entsprach etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs flüssiger Erdölprodukte. Diese Werte beschreiben die damalige Bedeutung der Route, nicht die aktuellen Transportmengen.
In ihrer Analyse vom Juni 2025 erklärte die EIA zudem, dass für den größten Teil der dort transportierten Ölmengen keine alternative Ausfuhrroute existiert. Einzelne Pipelines können die Meerenge umgehen, ersetzen sie aber nicht vollständig.
Was das bedeuten kann
Wenn Angriffe weitere Fahrten verzögern oder verhindern, könnte weniger Öl rechtzeitig am Ziel ankommen. Höhere Transportkosten und ein knapperes Angebot könnten die Energiepreise unter Druck nach oben setzen.
Für Unternehmen mit hohem Treibstoff- oder Energiebedarf könnten dadurch die Kosten steigen. Wenn du Aktien solcher Unternehmen hältst, könnten schwächere Gewinnmargen auch für dein Depot relevant werden. Wie stark dieser Effekt wäre, hinge unter anderem von der Dauer der Störungen und den tatsächlich ausfallenden Liefermengen ab. Eine konkrete Kursreaktion geht aus der Meldung nicht hervor.