Hormuz: Hassett sagt, Rohöl könne wieder frei passieren
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge hat Hassett erklärt, die Marine habe die Straße von Hormuz wieder geöffnet und Rohöl könne wieder ungehindert passieren. Eine dauerhaft störungsfreie Durchfahrt könnte den Druck auf Ölpreise und Lieferketten verringern, ist durch diese Aussage allein aber nicht belegt.**
Was passiert ist
Hassett hat Berichten zufolge erklärt, die Marine habe die Straße von Hormuz wieder geöffnet. Seiner Aussage nach kann Rohöl die Passage wieder ungehindert durchqueren. Damit steht eine zentrale Transportroute für die weltweite Energieversorgung im Mittelpunkt.
Die Aussage beschreibt eine Wiederöffnung. Sie ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem Nachweis, dass der Schiffsverkehr bereits dauerhaft störungsfrei läuft. Die vorliegende Meldung nennt weder konkrete Transportmengen noch einen Zeitraum, über den die freie Durchfahrt gewährleistet wäre.
Hintergrund
Die Straße von Hormuz liegt zwischen Iran und Oman und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Nach einer Analyse der US-Energiebehörde EIA vom Juni 2025 wurden dort im Jahr 2024 durchschnittlich 20 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert. Das entsprach etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs flüssiger Erdölprodukte. Diese historischen Zahlen verdeutlichen die Bedeutung der Route, beschreiben aber nicht den heutigen Durchfluss.
Die EIA erläuterte außerdem, dass bei einer Sperrung der Meerenge nur wenige alternative Möglichkeiten bestehen, Öl aus der Region auszuführen.
Was das bedeuten kann
Wenn Tanker die Passage dauerhaft zuverlässig nutzen können, könnten Sorgen vor Lieferausfällen und damit verbundene Preisaufschläge am Ölmarkt nachlassen. Geringere Transporthindernisse könnten zusätzlich die Versorgung erleichtern.
Für dein Depot könnten die Folgen je nach Unternehmen unterschiedlich ausfallen: Sinkende Ölpreise könnten energieintensive Betriebe entlasten, während sie die Erlöse von Ölproduzenten belasten könnten. Aus Hassetts Aussage allein lässt sich aber weder eine bestimmte Ölpreisentwicklung noch eine konkrete Reaktion von Aktien ableiten.