Hormus: Zwölf Schiffe als angegriffen gemeldet
· VinciFi Redaktion

Zwölf Schiffe wurden zwischen dem 5. und 11. Oktober in und um die Straße von Hormus als angegriffen gemeldet. Das ist die höchste Wochenzahl in den UKMTO-Meldungen; zugleich sank der Öltransport durch die Route und könnte den globalen Ölmarkt weiter unter Druck setzen.**
In der Vorwoche waren zehn Schiffe als betroffen gemeldet worden; allein am 11. Oktober waren es sechs. Die Zahl für die Woche bis zum 11. Oktober bezeichnet gemeldete Angriffe. Verspätete Meldungen erschweren zudem die zeitliche Zuordnung einzelner Vorfälle.
Am 13. Oktober passierten rund 12,6 Millionen Barrel Öl pro Tag die Meerenge. Ende September waren es 15 Millionen Barrel pro Tag, vor dem Krieg rund 17 Millionen. Der Rückgang macht deutlich, wie stark der Schiffsverkehr auf der Route beeinträchtigt ist.
Die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) teilte mit, sie sei darüber informiert worden, dass zwei unter singapurischer Flagge fahrende Containerschiffe Berichten zufolge am 13. und 14. Oktober von unbekannten Geschossen getroffen wurden. Die GFS Pride sank nach einem Brand; ihre 21 Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Die GFS Giselle erlitt Schäden am Rumpf, erreichte aber aus eigener Kraft einen sicheren Ankerplatz. Laut MPA wurden keine Verletzungen gemeldet.
Diese Zahl umfasst also auch Vorfälle, die als Angriff gemeldet, aber nicht als bestätigt erfasst wurden.
Die Internationale Energieagentur bezifferte die Ölströme durch Hormus im August auf durchschnittlich 7,6 Millionen Barrel pro Tag. Ein Teil der Ausfälle wurde durch alternative Routen und zusätzliche Liefermengen aus anderen Regionen aufgefangen. Bleiben die Angriffe und die Einschränkungen des Schiffsverkehrs bestehen, könnte das den Druck auf den globalen Ölmarkt erhöhen und den Handel durch die Meerenge weiter belasten.