Hormus: Revolutionsgarden melden Tankerbrand nach Minentreffer
· VinciFi Redaktion

Irans Revolutionsgarden melden, ein Öltanker sei nach einem Minentreffer in der Straße von Hormus in Brand geraten. Weitere Vorfälle könnten den Öltransport durch eine der wichtigsten Routen der Welt belasten.**
Die iranische Marine beschrieb das Schiff als Supertanker mit mehr als 2 Millionen Barrel Rohöl an Bord. Es habe versucht, eine von Iran als unerlaubt bezeichnete Route durch die Meerenge zu nehmen, hieß es von der IRGC-Marine.
Separat meldete die britische maritime Sicherheitsstelle UKMTO einen Tanker, der in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Der Einschlag habe ein Feuer an Bord ausgelöst. Verletzte oder eine Ölverschmutzung seien zunächst nicht gemeldet worden; eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Der Vorfall fällt in eine Phase mit weiteren Angriffen auf die Schifffahrt. Am 14. Oktober meldeten Irans Revolutionsgarden, ein Containerschiff sei nach einem Minentreffer südlich der Meerenge gesunken. Für den Zeitraum vom 5. bis 11. Oktober wurden zwölf angegriffene Schiffe in und um die Straße von Hormus gezählt.
Angriffe können Transportkosten erhöhen
Die Straße von Hormus ist eine wichtige Route für Öltransporte aus dem Persischen Golf auf die Weltmärkte. Neue Sicherheitsrisiken können Reedereien dazu bringen, Fahrten zu ändern oder höhere Versicherungsprämien zu zahlen. Das könnte den Transport verteuern und sich auf die Kosten entlang der Lieferkette auswirken.
Die US-Energieinformationsbehörde EIA berichtete, dass die Frachtraten für Rohöltanker im Nahen Osten im März 2026 ein Mehrjahrzehnthoch erreichten. Für Reeder treffen die neuen Angriffsberichte damit auf bereits hohe Transportkosten. Weitere Zwischenfälle in der Meerenge könnten den Druck auf die Schifffahrt und den Ölhandel erhöhen.