Hormus: Iran behauptet drei Tankerbrände nach Minentreffern

· VinciFi Redaktion

Hormus: Iran behauptet drei Tankerbrände nach Minentreffern

Irans Revolutionsgarden sagen, drei Tanker seien in den vergangenen 24 Stunden vor der Südküste der Straße von Hormus nach Minentreffern in Brand geraten. Die Behauptung könnte Ölversorgung und Schifffahrt verunsichern; CENTCOM weist ähnliche Angaben zurück.**

Die britische Seefahrtsstelle UKMTO meldete am 29. Oktober, ein Besatzungsmitglied eines anderen Schiffs habe einen Brand an Bord eines einzelnen Schiffs gesehen. Der Vorfall ereignete sich neun Seemeilen nördlich von Khasab im Oman. Den Zustand der Besatzung konnte UKMTO zunächst nicht angeben. Die Ursache des Feuers war in dieser Mitteilung nicht genannt.

Die Angaben der Revolutionsgarden stehen zudem im Widerspruch zu einer Erklärung des US-Zentralkommandos CENTCOM vom Vortag. Das Kommando erklärte, die international anerkannten Hauptfahrwasser durch die Straße von Hormus seien von US-Kräften von Seeminen geräumt worden und weiterhin minenfrei. CENTCOM sprach von falschen Berichten über Handelsschiffe, die beim Durchfahren auf Minen träfen. Diese Aussage ist die Position des US-Militärs, nicht eine unabhängige Bestätigung des Zustands jeder Route.

Die iranischen Angaben kommen nicht zum ersten Mal: Am 23. Oktober hatte die Marine der Revolutionsgarden bereits erklärt, zwei Supertanker seien auf Minen gelaufen. CENTCOMs Zurückweisung bezog sich auf iranische Behauptungen der vorangegangenen Tage und Wochen. Die jüngste Behauptung zu drei Tankern ist damit Teil eines größeren Streits über die Sicherheit der Schifffahrt.

Unsicherheit für eine wichtige Schifffahrtsroute

Die Straße von Hormus ist eine zentrale Durchfahrt für den Handel mit Energie. Meldungen über Schäden an Schiffen oder eine mögliche Sperrung können deshalb für Ölversorgung, Transportkosten und Versicherungsprämien relevant sein. Ob die nun behaupteten Minentreffer diese Bereiche tatsächlich beeinträchtigen, ist durch die vorliegenden Angaben nicht belegt.

Auch die Ölpreise reagierten nicht eindeutig auf die Sicherheitslage: Brent-Futures lagen am frühen Donnerstag bei 114,50 US-Dollar je Barrel, 0,7 Prozent niedriger. Der Rückgang wurde mit Hoffnungen auf neue Friedensgespräche in Verbindung gebracht. Für Märkte bleibt entscheidend, ob sich die gemeldeten Vorfälle unabhängig bestätigen und ob der Schiffsverkehr beeinträchtigt wird.

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