Hormus: Berichte über sinkende Frachter schüren Sorge
· VinciFi Redaktion

Nahe der Straße von Hormus soll ein Massengutfrachter nach einem Geschosstreffer sinken; unabhängig bestätigt ist dieser Bericht nicht. Weitere Angriffe auf Schiffe könnten die Risiken für den Öltransport durch die wichtige Meerenge erhöhen.**
Zu einem anderen Vorfall erklärte die iranische Revolutionsgarden-Marine, ein Containerschiff sei nach einem Minentreffer und einem Feuer gesunken. Das Schiff habe mehr als 2.500 Container geladen. Eine unmittelbare unabhängige Bestätigung des Sinkens lag zunächst nicht vor. Dieser Bericht betrifft einen Containerfrachter und einen Minentreffer, nicht den im aktuellen Bericht genannten Massengutfrachter.
Auch die britische maritime Überwachungsstelle UKMTO erfasste einen separaten Angriff: Ein Containerschiff wurde am Dienstag beim Auslaufen aus der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen. Nach den von UKMTO veröffentlichten Angaben erlitt es leichten Schaden, die Besatzung blieb unverletzt und das Schiff setzte seine Fahrt fort. Für denselben Tag meldete die Stelle zudem einen Treffer auf einen Tanker. Die Behörden untersuchten die Vorfälle.
Mehrere Angriffe, unterschiedliche Schäden
Bis zum 14. Oktober hatte UKMTO laut einer Zusammenstellung 15 weitere Angriffe seit dem 6. Oktober registriert, davon elf in den vier Tagen zuvor. Die Angaben umfassen unterschiedliche Schiffe und Vorfälle; sie belegen nicht, dass alle Angriffe denselben Urheber hatten.
Auch der Massengutfrachter Ocean Molica war am 10. Oktober im Golf von Oman von einem Geschoss getroffen worden. Das US-Zentralkommando erklärte, ein US-Kampfjet habe das Heck des Schiffs beschädigt und den Antrieb außer Funktion gesetzt. Die Besatzung sei unverletzt geblieben. Der Vorfall ereignete sich außerhalb der Straße von Hormus.
Am Ölmarkt rückten die Risiken bereits in den Blick: Der Dezember-Kontrakt für Brent-Öl stieg am Mittwoch in einem Handelsbericht um 0,2 Prozent auf 105,92 US-Dollar je Barrel. Anhaltende Störungen könnten die Transportkosten und den Ölpreis beeinflussen. Die Internationale Energieagentur sollte ihren Monatsbericht zum Ölmarkt am selben Mittwoch veröffentlichen.