Hershey hebt Gewinnziel an und schlägt EPS-Prognose
· VinciFi Redaktion

Hershey erzielt im dritten Quartal 2,64 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie und übertrifft damit die Analystenschätzung von 2,11 US-Dollar deutlich. Der Schokoladenhersteller hebt zugleich seine Jahresprognose an, obwohl das organische Umsatzwachstum verhalten bleibt.**
Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 3,28 Mrd. US-Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt 3,25 Mrd. US-Dollar erwartet. Im Vorquartal hatte Hershey 2,79 Mrd. US-Dollar umgesetzt, im dritten Quartal 2025 waren es 3,18 Mrd. US-Dollar.
Das Geschäft entwickelte sich je nach Bereich unterschiedlich. Der Umsatz mit Süßwaren in Nordamerika stieg um 1,6 Prozent auf 2,66 Mrd. US-Dollar. Die salzigen Snacks in Nordamerika wuchsen um 22,3 Prozent auf 392,7 Mio. US-Dollar. Im internationalen Geschäft sank der Umsatz dagegen um 7,5 Prozent auf 226,4 Mio. US-Dollar.
Hersheys bereinigte Bruttomarge erreichte 42,7 Prozent, ein Plus von 1.090 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn, also das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft, sprang um 78,5 Prozent auf 754,0 Mio. US-Dollar. Eine vor dem Zahlenbericht veröffentlichte Analyse verwies darauf, dass hohe Kakaokosten und Zölle im Vorjahresquartal den Vergleich begünstigen könnten. Zugleich standen Preissteigerungen damals einem rückläufigen Absatzvolumen gegenüber.
Höheres Gewinnziel, aber kaum mehr organisches Wachstum
Für 2026 erwartet Hershey nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,58 bis 8,74 US-Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 8,36 bis 8,52 US-Dollar. Die Prognose für das Umsatzwachstum hob der Konzern auf rund 5 Prozent an, aus einer bisherigen Spanne von 4,5 bis 5 Prozent. Beim organischen Umsatzwachstum rechnet Hershey mit rund 3 Prozent; zuvor waren 3 bis 3,5 Prozent vorgesehen.
Auch das erwartete Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie steigt: Hershey nennt jetzt 36 bis 38,5 Prozent, nach zuvor 32,5 bis 35 Prozent. Die Investitionen für das Gesamtjahr sollen rund 450 Mio. US-Dollar betragen. Das Unternehmen begründet den Ausblick mit Rückenwind durch seine Initiativen zur Nachfrageförderung in der zweiten Jahreshälfte. Zugleich sagte Hershey, Verbraucher würden vorsichtiger. Die angehobene Gewinnprognose steht damit einer weiterhin verhaltenen organischen Umsatzentwicklung gegenüber.