GM beendet Liefervertrag für VAC-Magnetwerk
· VinciFi Redaktion

General Motors hat einen langfristigen Liefervertrag für Seltene-Erden-Magnete an einem Werk gekündigt, das Energy Fuels übernehmen will. Die VAC-Tochter e-VAC Magnetics geht dagegen vor und fordert Schadenersatz; der Streit kann die Übernahme beeinflussen.**
e-VAC Magnetics leitete am 7. Juli ein Schiedsverfahren ein. Die VAC-Tochter will feststellen lassen, dass die Kündigung vertragswidrig war, und Zahlungen für die verbleibende Laufzeit des Vertrags durchsetzen. VAC fordert von GM Schadenersatz. Eine Entscheidung des Schiedsgerichts liegt bislang nicht vor.
Energy Fuels hat die Vereinbarung zur geplanten Übernahme von VAC geändert, um den Kundenstreit zu berücksichtigen. Damit ist die Auseinandersetzung bereits Teil der Bedingungen des geplanten Kaufs. Ein ungünstiger Ausgang für e-VAC könnte die wirtschaftlichen Annahmen hinter der Übernahme beeinflussen.
Das Werk in Sumter hat die Produktion aufgenommen
Die Anlage in Sumter im US-Bundesstaat South Carolina startete im vierten Quartal 2025 mit der Produktion. Ihre jährliche Kapazität liegt bei 2.000 Tonnen Permanentmagneten. Der Streit betrifft damit einen langfristigen Abnehmer für Magnete aus einer Anlage, die bereits produziert und von Energy Fuels übernommen werden soll.
GM baut zugleich weitere Lieferbeziehungen für Magnete auf. Der Autobauer vereinbarte 2021 eine langfristige Zusammenarbeit mit MP Materials. Das zeigt, dass GM schon vor dem aktuellen Konflikt auf langfristige Bezugsquellen für Permanentmagnete setzte. Für die Unternehmen im US-Magnetmarkt rückt damit nicht nur die geplante Übernahme, sondern auch die Verteilung künftiger Lieferverträge in den Fokus.
Im Schiedsverfahren geht es darum, ob GM den Vertrag rechtmäßig beendet hat und welche Zahlungen daraus folgen. Die geänderte Übernahmevereinbarung von Energy Fuels berücksichtigt den Streit bereits.

