GE HealthCare soll SOFIE für knapp 1 Mrd. US-Dollar kaufen
· VinciFi Redaktion

GE HealthCare soll Berichten zufolge SOFIE für knapp 1 Mrd. US-Dollar übernehmen und damit das Geschäft mit medizinischer Bildgebung ausbauen. Der Zukauf könnte eine bestehende Zusammenarbeit bei radioaktiven Diagnosemitteln deutlich vertiefen.**
Was passiert ist
GE HealthCare plant Berichten zufolge die Übernahme von SOFIE für knapp 1 Mrd. US-Dollar. Ziel sei es, das Geschäft mit medizinischer Bildgebung zu stärken. Die berichtete Transaktion ist damit als geplanter Kauf einzuordnen, nicht als bereits abgeschlossene Übernahme.
Die aktuelle Meldung enthält keine Angaben zur Finanzierung oder zu einem Abschlusstermin.
Hintergrund
SOFIE entwickelt und liefert nach eigenen Angaben molekulare Diagnostika und Therapeutika. Dazu gehören Radiopharmaka, also Arzneimittel mit radioaktiven Bestandteilen. Das Unternehmen nennt auf seiner Website ein Netzwerk mit 14 Standorten und bietet auch die Herstellung im Auftrag anderer Unternehmen an.
GE HealthCare und SOFIE arbeiten bereits zusammen. In einem Unternehmensnewsletter beschreibt SOFIE die gemeinsame klinische Entwicklung sogenannter FAPI-Tracer. Das sind radioaktiv markierte Stoffe für die medizinische Bildgebung.
Laut SOFIE umfasst eine bestehende Lizenzvereinbarung die weltweiten Rechte für GE HealthCare an Gallium-68 FAPI-46 sowie die Rechte außerhalb der USA an Fluor-18 FAPI-74. Die klinische Entwicklung und Vermarktung von Fluor-18 FAPI-74 in den USA verblieben laut dieser Vereinbarung bei SOFIE. Der mögliche Kauf würde somit auf einer bereits bestehenden Geschäftsbeziehung aufbauen.
Was das bedeuten kann
Durch eine Übernahme könnte GE HealthCare Entwicklung, Produktion und Vertrieb solcher Diagnosemittel enger miteinander verbinden. Das Produktionsnetz von SOFIE könnte dabei eine Ergänzung zur bisherigen Lizenzpartnerschaft sein.
Wenn du GE-HealthCare-Aktien hältst, könnte neben dem Ausbau des Geschäfts auch die Finanzierung des Kaufpreises relevant werden. Zusätzliche Finanzierungskosten und die Eingliederung des Unternehmens könnten mögliche Vorteile teilweise aufwiegen. Aus der gemeldeten Kaufsumme allein lässt sich keine Wirkung auf Gewinn oder Aktienkurs ableiten.