Frankreichs Gesamt-PMI fällt im Oktober auf 48,4
· VinciFi Redaktion

Frankreichs Gesamt-PMI sank im Oktober als Schnellschätzung auf 48,4 Punkte, nach 51,1 im Vormonat. Der Wert blieb damit unter der Wachstumsschwelle von 50 und auch unter der Prognose von 50,3 Punkten.**
Auch die beiden Teilbereiche rutschten unter 50: Der Dienstleistungs-PMI lag bei 48,4 Punkten nach 51,2 im Vormonat, der Industrie-PMI bei 49,3 nach 50,6. Für beide Werte hatten Fachleute höhere Zahlen erwartet. Ein PMI unter 50 signalisiert, dass die Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vormonat schrumpft.
Für den Gesamtindex hatten Fachleute 50,3 Punkte prognostiziert. Beim Dienstleistungs-PMI lag die Erwartung bei 50,7, beim Industrie-PMI bei 50,5 Punkten. Damit blieben alle drei Schnellschätzungen sowohl unter den Prognosen als auch unter der Schwelle von 50. Die Einkaufsmanagerindizes beruhen auf Befragungen von Unternehmen und geben einen Hinweis auf die Entwicklung ihrer Geschäftstätigkeit; sie messen nicht direkt die Wirtschaftsleistung.
Eine weitere Insee-Umfrage zeichnet für die Dienstleistungen ein etwas freundlicheres Stimmungsbild. Der Geschäftsklimaindikator des Statistikamts stieg im Oktober um einen Punkt auf 99,3 und näherte sich damit seinem langfristigen Durchschnitt von 100. In der Industrie revidierten Unternehmen laut Insee im Oktober außerdem ihre Investitionspläne nach oben. Die Umfragen erfassen unterschiedliche Aspekte und Zeiträume, deshalb können ihre Signale voneinander abweichen.
Die schwachen PMI-Werte können die Einschätzung der französischen und europäischen Konjunktur belasten. Für Anleger sind sie ein weiteres Signal zur Geschäftslage in Frankreichs Dienstleistungs- und Industriesektor; einzelne Unternehmen können sich dabei anders entwickeln als die Gesamtumfrage.
Der nächste Insee-Bericht zum Geschäftsklima im Dienstleistungssektor erscheint am 20. November 2026.