Frankreich erwägt Verzicht auf Diesel-Reservekäufe
· VinciFi Redaktion

Nach Angaben zweier Händler und des Branchenverbands Ufip-EM erwägt die französische Regierung, Kraftstoffhändler nach der Freigabe strategischer Bestände nicht zur Wiederauffüllung zu verpflichten. Ein späterer Rückkauf könnte bei hohen Preisen teuer werden.**
Das veröffentlichte Dekret erlaubt den Verkauf von bis zu 1,6 Millionen Kubikmetern strategischer Kraftstoffbestände bis zum 31. Januar. Die Gesamtmenge umfasst Diesel, Heizöl und Lampenkerosin. Der Verkauf soll am 1. November beginnen.
Die Regierung hofft, dass die Freigabe den Dieselpreis um 12 bis 18 Cent je Liter senkt. Das Dekret verpflichtet die Händler, die Preissenkung vollständig an die Verbraucher weiterzugeben. Wie viel davon an den Tankstellen ankommt, hängt damit auch davon ab, wie die Anbieter die Vorgabe umsetzen.
Ein späterer Rückkauf könnte teuer werden
Der Verzicht auf eine Wiederauffüllung ist bislang eine erwogene Änderung, keine bereits umgesetzte Vorgabe. Eine Analyse zur Dieselkrise hält einen späteren Rückkauf zu Höchstpreisen für kostspielig. Sie bewertet einen Aufschub der Nachbeschaffung als vertretbar, belegt aber keinen direkten Effekt auf die Preise an den Tankstellen.
Die freigegebenen Bestände sollen bis Ende Januar verkauft werden. Der Verkaufszeitraum beginnt am 1. November; die erwartete Entlastung von 12 bis 18 Cent je Liter bezieht sich auf den Dieselpreis.