Fed: Jefferson deutet mehr Zeit vor Zinserhöhung an

· VinciFi Redaktion

Fed: Jefferson deutet mehr Zeit vor Zinserhöhung an

Fed-Vizechef Philip Jefferson signalisiert Berichten zufolge, dass die Notenbank vor einer weiteren Zinserhöhung mehr Zeit benötigen könnte. Das passt zu jüngsten Aussagen von New Yorks Fed-Präsident John Williams und könnte die Erwartungen an einen Zinsschritt im Oktober dämpfen.**

Was passiert ist

Fed-Vizechef Philip Jefferson erklärte Berichten zufolge am 1. Oktober, die Verantwortlichen könnten mehr Zeit benötigen, bevor sie über eine weitere Zinserhöhung entscheiden.

Damit liegt er auf der Linie von John Williams, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York. Dieser hatte am 29. September erklärt, nach dem jüngsten Zinsschritt bestehe keine Eile. Zusätzliche Daten könnten ein klareres Bild der wirtschaftlichen Entwicklung liefern.

Auch die Markterwartungen haben sich verschoben: Berichten zufolge sank die aus Marktpreisen abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober im Wochenverlauf von mehr als zwei Dritteln auf rund ein Drittel. Das ist eine Momentaufnahme der Erwartungen, keine Zusage der Notenbank.

Hintergrund

Die Fed hatte ihren Leitzins im September angehoben. Laut der von der New Yorker Fed veröffentlichten Zusammenfassung seiner Rede sieht Williams dadurch Zeit, weitere Informationen zu sammeln.

Geduld bedeutet dabei nicht, dass weitere Erhöhungen vom Tisch sind. Williams hält einen zusätzlichen Zinsschritt gegen Jahresende für möglicherweise angemessen, falls sich die Wirtschaft weitgehend entsprechend seiner Prognose entwickelt. Er betonte zugleich, dass dies seine persönliche Prognose sei und die weitere Datenlage entscheidend bleibe.

Was das bedeuten kann

Eine Pause könnte Unternehmen zunächst vor einer weiteren Verteuerung kurzfristiger Kredite durch einen zusätzlichen Fed-Zinsschritt bewahren. Wenn zugleich die erwarteten künftigen Zinsen sinken, könnte das Aktienbewertungen stützen und bestehende Anleihen mit festen Zinsen attraktiver machen.

Wenn du US-Aktien oder entsprechende Fonds hältst, könnte dieser Bewertungseffekt auch dein Depot berühren. Eine spätere Zinserhöhung bleibt jedoch möglich: Die Signale betreffen vor allem das Tempo, nicht das sichere Ende weiterer Erhöhungen.

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