Fed hält Zins, zwei Mitglieder wollten Erhöhung
· VinciFi Redaktion

Die US-Notenbank Fed hält ihren Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent; zwei Mitglieder wollten ihn um 0,25 Prozentpunkte anheben. Zugleich bezeichnet die Fed die Inflation als erhöht und will weitere Wirtschaftsdaten in ihre Zinsentscheidung einbeziehen.**
Fed-Gouverneurin Lisa Cook und Beth Hammack, Präsidentin der Cleveland Fed, stimmten für eine Erhöhung. Die übrigen zehn Mitglieder sprachen sich dafür aus, den bisherigen Zinskorridor beizubehalten. Die Abstimmung fiel damit 10 zu 2 aus. Die Gegenstimmen zeigen, dass im Ausschuss auch eine straffere Geldpolitik vertreten wird.
Die Fed beschreibt das Wirtschaftswachstum als kräftig. Sie verweist auf robuste Unternehmensinvestitionen, Produktivitätszuwächse und widerstandsfähige Konsumausgaben. Zugleich bleibt die Inflation nach Einschätzung der Notenbank erhöht. Weitere Wirtschaftsdaten sollen helfen, den passenden Zinskurs festzulegen.
Vor dem Entscheid hatten die Märkte überwiegend mit einer Zinspause gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung bei dieser Sitzung lag laut den vor der Sitzung beobachteten Zinswetten unter 10 Prozent. Im September hatte die Fed den Korridor um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Damit hielt sie nun erstmals nach dieser Erhöhung die Zinsen konstant.
Auch der jüngste Preisdruck gehörte zum Umfeld: Die jährliche US-Inflationsrate stieg im September auf 3,7 Prozent. Höhere Energiekosten erschwerten die Inflationsperspektive.
Nach dem Beschluss stiegen kurzfristige Zinsfutures. Der nächste Zinsentscheid der Fed ist für den 8. und 9. Dezember angesetzt. Bis dahin sollen weitere Konjunktur- und Inflationsdaten in die Entscheidung über den weiteren Zinskurs einfließen.