FCC stimmt für Einschränkungen bei US-Elektroniktests
· VinciFi Redaktion

Die US-Kommunikationsbehörde FCC hat für Einschränkungen bei Tests von Elektronik für den US-Markt gestimmt. Für Prüflabore auf dem chinesischen Festland sollen sie ab dem 1. Dezember 2028 gelten, sodass Hersteller ihre Tests verlagern könnten.**
Die Regel knüpft daran an, ob ein Land den USA vergleichbare Bedingungen für die Anerkennung von Prüflaboren einräumt. Damit richtet sich der Ansatz nicht ausschließlich gegen China: Er könnte grundsätzlich auch Labore in anderen Ländern ohne eine solche Vereinbarung betreffen. Die FCC hatte diese Linie bereits im April vorgestellt und mit der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Prüfverfahren begründet.
Für Smartphones, Computer und andere Funkgeräte sind Tests Teil des Zulassungsverfahrens für den US-Markt. Nach Angaben der Kanzlei DLA Piper werden derzeit ungefähr fünf von sechs Funkgeräten außerhalb der USA und sogenannter reziproker Wirtschaftsräume geprüft. Die geplante Einschränkung betrifft damit einen großen Teil der bisherigen Teststandorte.
Hersteller könnten Prüfungen künftig in den USA oder in Ländern mit entsprechender Anerkennung durchführen lassen müssen. Branchenvertreter warnen vor möglichen Engpässen und Verzögerungen, falls viele Unternehmen ihre Tests gleichzeitig verlagern. DLA Piper nennt höhere Testkosten und längere Wartezeiten als mögliche Folgen, wenn die Kapazität an geeigneten Laborstandorten knapp wird. Das könnte auch Zeitpläne für Produkte beeinflussen, die eine Zulassung der FCC benötigen.
Die Übergangsfrist gibt Unternehmen bis zum 1. Dezember 2028 Zeit, ihre Prüfwege anzupassen. Ab diesem Datum sollen Labore auf dem chinesischen Festland ihre FCC-Anerkennung verlieren. Für Elektronikhersteller wird damit die Verfügbarkeit von Testkapazitäten außerhalb Chinas zu einem wichtigen Faktor bei der Vorbereitung auf den US-Markt.