EZB lässt APP- und PEPP-Bestände weiter sinken
· VinciFi Redaktion

Die EZB bestätigt, dass ihre Bestände aus den Programmen APP und PEPP weiter schrumpfen: Das Eurosystem legt Tilgungsbeträge aus fälligen Wertpapieren nicht wieder an.**
Zwischen dem 6. Mai und dem 28. Juli 2026 sank die Liquiditätsbereitstellung über geldpolitische Instrumente um 147 Mrd. Euro auf 3.485 Mrd. Euro. Hauptgrund war, dass die Bestände des Eurosystems aus APP und PEPP durch auslaufende Anleihen um 150 Mrd. Euro zurückgingen. Die Liquidität aus diesen beiden Portfolios sank auf 3.458 Mrd. Euro.
Die Zahlen messen unterschiedliche Dinge: Der Rückgang um 150 Mrd. Euro betrifft die Anleihebestände, die 147 Mrd. Euro die gesamte Liquiditätsbereitstellung über geldpolitische Instrumente. Die EZB beschreibt den Rückgang der APP- und PEPP-Portfolios als „gemessen und vorhersehbar“. Bei den beiden Programmen handelt es sich um Anleihekäufe der EZB. Das Eurosystem legt die Tilgungsbeträge aus fälligen Wertpapieren nicht erneut in diese Portfolios an.
Weniger Wiederanlage kann Anleihekäufe dämpfen
Wenn Tilgungsbeträge nicht wieder angelegt werden, fließt dieses Geld nicht in neue Käufe im Rahmen der beiden Programme zurück. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt auch von der Nachfrage anderer Anleger und den Erwartungen zu Zinsen und Inflation ab. Für Staaten und Unternehmen im Euroraum kann der schrittweise Abbau damit über die Renditen am Anleihemarkt relevant werden.