Euroraum: Leistungsbilanzüberschuss sinkt auf. Euro
· VinciFi Redaktion

Im Warenhandel mit Ländern außerhalb des Euroraums verzeichnete die Eurozone im August 2026 ein Defizit von 16,1 Mrd. Euro.**
Im Warenhandel mit Ländern außerhalb des Euroraums verzeichnete die Eurozone im August 2026 ein Defizit von 16,1 Mrd. Euro. Im Juli hatte noch ein Überschuss von 10,7 Mrd. Euro bestanden. Diese Eurostat-Zahlen betreffen allein den Warenhandel und sind nicht mit der gesamten Leistungsbilanz gleichzusetzen.
Die Leistungsbilanz umfasst neben dem Warenhandel auch Dienstleistungen sowie Primär- und Sekundäreinkommen.
Auch im Vierquartalsblick ist der Überschuss kleiner
Über die vier Quartale bis zum zweiten Quartal 2026 summierte sich der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums auf 265 Mrd. Euro oder 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein Jahr zuvor waren es 304 Mrd. Euro und 1,9 Prozent des BIP. Die Europäische Zentralbank führt den Rückgang vor allem auf einen geringeren Warenüberschuss und ein größeres Defizit bei den Sekundäreinkommen zurück. Der Überschuss bei Dienstleistungen lag in diesem Vierquartalszeitraum bei 150 Mrd. Euro.
Die Zahlen zeigen unterschiedliche Ausschnitte der Außenwirtschaft: Der Warenhandel drehte im August ins Defizit, während die Leistungsbilanz zusätzlich Dienstleistungen und Einkommen erfasst. Auch im längeren Vergleich ist der Überschuss des Euroraums gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.