EU bindet Ölreserven an IEA-Aktion vom März
· VinciFi Redaktion

EU-Staaten haben sich laut einer Mitteilung des Kommissionssprechers darauf verständigt, eine Freigabe von Ölreserven nur im Rahmen der IEA-Aktion vom März vorzunehmen. Das hält weitere Freigaben an den bestehenden internationalen Mechanismus gebunden und könnte beeinflussen, wie viel Öl zusätzlich auf den Markt kommt.**
Was passiert ist
EU-Staaten haben sich laut dem Sprecher der EU-Kommission darauf verständigt, dass jede Freigabe von Ölreserven im Rahmen der IEA-Aktion vom März erfolgen soll. Die Meldung nennt keine neue Freigabemenge oder einen Zeitpunkt. Sie beschreibt eine gemeinsame Leitlinie, nicht die Ankündigung einer konkreten zusätzlichen Freigabe.
Hintergrund
Die Internationale Energieagentur hatte im März eine koordinierte Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel aus Notfallbeständen angekündigt. Bis zum 2. Oktober waren nach Angaben der IEA rund 325 Millionen Barrel freigegeben worden. Die Bestände sollen bei erheblichen Versorgungsstörungen helfen, zusätzliches Angebot bereitzustellen.
Was das bedeuten kann
Die Vereinbarung könnte weitere Ölreserven an die bestehende IEA-Aktion binden, statt eine davon getrennte Freigabe zu schaffen. Eine koordinierte Freigabe kann das Angebot am Ölmarkt erhöhen. Ob und wann weitere Bestände tatsächlich freigegeben werden, geht aus der Meldung nicht hervor. Für Energiepreise und Unternehmen mit hohem Kraftstoffbedarf könnte die Entwicklung relevant sein, ihre Wirkung hängt aber auch von der allgemeinen Versorgungslage und der Nachfrage ab.