EIA meldet US-Benzin-Aufbau von 3,87 Mio. Barrel
· VinciFi Redaktion

Die US-Benzinvorräte nahmen in der jüngsten Wochenbilanz um 3,87 Mio. Barrel zu. Erwartet worden war ein Rückgang um 1 Mio. Barrel; der Aufbau kann die Einschätzung zur kurzfristigen Versorgung beeinflussen.**
Eine Woche zuvor waren die US-Benzinvorräte noch um 2,952 Mio. Barrel gesunken. Der Rückgang fiel mit einer Erholung der gemessenen Nachfrage und sinkenden Importen zusammen. In der Auswertung für die Woche bis zum 16. Oktober stieg die Benzinnachfrage auf 8,98 Mio. Barrel pro Tag, nach 8,40 Mio. Die inländische Benzinversorgung sank zugleich von 208,3 auf 205,3 Mio. Barrel. Nachfrage und verfügbare Mengen bewegten sich damit in unterschiedliche Richtungen.
Raffinerien liefen bis in den Herbst auf Hochtouren
Wie viel Benzin verfügbar ist, hängt auch davon ab, wie stark Raffinerien Rohöl verarbeiten. Von Mai bis September lag ihre Auslastung in den USA im Durchschnitt bei mehr als 95 Prozent der Kapazität. Laut EIA war das für diese Monate der höchste Stand seit 1998. Eine hohe Auslastung in den Sommermonaten hilft Raffinerien, Benzin für die saisonale Nachfragespitze bereitzustellen.
Rohöl bleibt ein wichtiger Preistreiber
Für die Preise an US-Tankstellen ist Rohöl ein zentraler Faktor: Die EIA bezeichnet den Rohölpreis als größten Einflussfaktor auf den Einzelhandelspreis von Benzin. Auch die Raffineriekapazität spielt eine Rolle. In New York Harbor lag der Benzin-Crack-Spread, ein Maß für die Marge beim Verarbeiten von Rohöl zu Benzin, seit Mai im Schnitt etwa 1 US-Dollar je Gallone über dem Wert von 2025. Die EIA führt die erhöhten Margen vor allem auf ein knappes weltweites Angebot an Kraftstoffen zurück.
Ein Lageraufbau kann auf kurzfristig größere verfügbare Benzinmengen hindeuten. Die EIA veröffentlicht ihren Petroleum-Bericht wöchentlich; der nächste Bericht bringt eine neue Bestandsbilanz.