Drohnen treffen Ölterminal und VK-Rechenzentrum bei St. Petersburg
· VinciFi Redaktion

Ein nächtlicher Drohnenangriff hat in St. Petersburg ein Feuer auf dem Ölterminal ausgelöst und ein Rechenzentrum von VK getroffen. Das Terminal schlägt Mineralölprodukte für den Export um, deshalb könnten Schäden dort auch Russlands Energieausfuhren berühren.**
Nach Angaben des Gouverneurs von St. Petersburg brannte es neben dem Ölterminal auch in mehreren Stadtteilen. Der Gouverneur meldete keine Todesopfer. In der umliegenden Region Leningrad seien nach Angaben des Regionalgouverneurs 135 Drohnen abgefangen worden. Der Flughafen Pulkowo schränkte seinen Betrieb vorübergehend aus Sicherheitsgründen ein. Berichten zufolge trafen die Drohnen zudem eine Stromstation.
VK bestätigte den Angriff auf sein Rechenzentrum in der Region Leningrad. Das Unternehmen erklärte, seine Dienste seien für Nutzer weiterhin normal verfügbar.
Der Standort ist ein Exportterminal für Mineralölprodukte. Damit unterscheidet sich der Terminal von den großen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga, die wichtige Ausfuhrhäfen für russisches Rohöl sind.
Entscheidend sind mögliche Folgen für den Umschlag
Ein Feuer auf dem Gelände belegt für sich genommen noch keine Unterbrechung der Verladungen. Sollten Schäden den Betrieb des Terminals länger beeinträchtigen, könnte das den Abfluss russischer Mineralölprodukte über die Ostsee erschweren.
Der Angriff betrifft damit zwei unterschiedliche Bereiche ziviler Infrastruktur: einen Exportstandort für Mineralölprodukte und ein Rechenzentrum eines großen russischen Technologiekonzerns. Bei VK blieb der Betrieb der Dienste nach Unternehmensangaben zunächst normal. Für den Energiemarkt steht damit ein wichtiger Exportstandort für Mineralölprodukte im Fokus.