Disney soll mehr Filme und Serien an Netflix lizenzieren
· VinciFi Redaktion

Disney baut Berichten zufolge seinen Lizenzdeal mit Netflix aus und bringt weitere Filme sowie aktuelle Serienstaffeln auf die Plattform. Das könnte zusätzliche Einnahmen ermöglichen und zugleich neue Zuschauer für Disney+ gewinnen.**
Was passiert ist
Disney erweitert Berichten zufolge seine Inhaltevereinbarung mit Netflix. Das Paket umfasst ältere Katalogtitel und aktuelle Serienstaffeln. Die Rechte werden nicht exklusiv vergeben: Inhalte, die bereits auf Disney+ und Hulu verfügbar sind, bleiben dort weiterhin abrufbar.
Zum gemeldeten Paket gehören alle fünf „Ice Age“-Filme sowie die ersten beiden Staffeln von „Percy Jackson“. Hinzu kommen die Staffeln eins bis vier von „Will Trent“ und die ersten beiden Staffeln von „Shifting Gears“. Bei „Tracker“ umfasst die Vereinbarung die Staffeln eins bis drei für internationale Märkte.
Auch die Animationsfilme „Soul“, „Elio“ und „Raya und der letzte Drache“ sowie die Serien „Felicity“, „Revenge“ und „Army Wives“ sind Teil des gemeldeten Angebots.
Disney nutzt demnach einige der zeitlich begrenzten Netflix-Veröffentlichungen auch als Werbung vor neuen Disney+-Staffeln und Kinostarts. Ein finanzielles Volumen nennt die Meldung nicht.
Hintergrund
Netflix erklärt in seinem Hilfe-Center, dass das Unternehmen neben eigenen Produktionen auch Rechte von anderen Studios und Inhalteanbietern erwirbt. Solche Titel können nur für einen begrenzten Zeitraum oder in bestimmten Ländern verfügbar sein. Eine Lizenzvereinbarung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jeder enthaltene Titel dauerhaft und überall abrufbar ist.
Was das bedeuten kann
Für Disney könnte das Modell zusätzliche Lizenzeinnahmen mit größerer Reichweite verbinden. Ältere Filme und bereits veröffentlichte Staffeln könnten erneut Geld einspielen und Interesse an Fortsetzungen wecken.
Netflix könnte im Gegenzug sein Angebot um bekannte Filmreihen und Serien erweitern. Gleichzeitig könnte Disney durch die breitere Verfügbarkeit einen Teil der Exklusivität seines eigenen Angebots verlieren.
Wenn du Disney- oder Netflix-Aktien hältst, könnte die Vereinbarung damit für Erlöse und Inhaltskosten relevant sein. Wie groß ein möglicher Ergebniseffekt ausfällt, lässt sich aus den gemeldeten Angaben nicht beziffern.

