Dieselreserven: EU und Großbritannien beraten Freigabe

· VinciFi Redaktion

Dieselreserven: EU und Großbritannien beraten Freigabe

Die EU-Kommission, Großbritannien, Frankreich, Italien und Irland beraten nach Angaben eines EU-Kommissionsvertreters über eine mögliche Freigabe von Dieselreserven. Zusätzliche Mengen könnten den angespannten Kraftstoffmarkt entlasten, ein Freigabebeschluss geht aus der Meldung aber nicht hervor.**

Was passiert ist

Die EU-Kommission und Vertreter aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Irland beraten am 1. Oktober telefonisch über eine mögliche Freigabe von Dieselreserven. Das geht aus den Angaben eines EU-Kommissionsvertreters hervor.

Im Mittelpunkt steht damit die Frage, ob eingelagerter Diesel zusätzlich auf den Markt kommen könnte. Die Meldung beschreibt ein laufendes Gespräch, keine beschlossene Freigabe. Sie nennt weder eine Menge noch einen Zeitpunkt für zusätzliche Lieferungen.

Hintergrund

Die EU-Kommission hatte die Versorgungslage am 29. September als vorerst stabil beschrieben. Zugleich verwies sie auf hohe Preise für Diesel und Flugzeugtreibstoff, die einen weltweit angespannten Markt widerspiegelten.

Auch die kommerziellen Lagerbestände im wichtigen Handelszentrum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen lagen laut Kommission unter ihrem Fünfjahresdurchschnitt. In den vergangenen Wochen hätten sie sich allerdings stabil gezeigt. Europäische Raffinerien arbeiteten bereits nahe ihrer maximalen Kapazität.

Die Notfallreserven befinden sich nach Angaben der Kommission weiterhin auf hohem Niveau und stehen bei Marktstörungen zur Verfügung. Diese Sicherheitsbestände sind von den kommerziellen Vorräten zu unterscheiden.

Was das bedeuten kann

Eine tatsächliche Freigabe könnte das kurzfristig verfügbare Dieselangebot erhöhen und den Preisdruck dämpfen. Wenn Raffinerien bereits nahezu ausgelastet sind, könnten zusätzliche Mengen aus Lagern besonders relevant sein. Wie stark eine Entlastung ausfallen könnte, hinge unter anderem von Umfang und Zeitpunkt der Freigabe ab.

Für Unternehmen mit hohem Dieselverbrauch könnten sinkende Kraftstoffkosten eine Entlastung bedeuten. Wenn du Aktien solcher Unternehmen hältst, könnte das auch für deren Gewinnentwicklung relevant sein. Das laufende Gespräch allein lässt jedoch noch keinen verlässlichen Schluss auf künftige Dieselpreise oder Aktienkurse zu.

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