Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten könnte den Ölmarkt weiter
· VinciFi Redaktion

Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten könnte den Ölmarkt weiter antreiben, wenn dadurch die Versorgung gefährdet wird.**
Auch US-Öl der Sorte WTI legte zu: Der Preis stieg um 2,4 Prozent auf 99,47 US-Dollar je Barrel. Anleger sorgten sich um eine weitere Eskalation und mögliche Störungen der Ölversorgung. Angriffe in Saudi-Arabien und die angespannte Lage in der Straße von Hormus verstärkten diese Sorgen.
Zwischenfälle in der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus steht im Zentrum der Versorgungssorgen. Dort häuften sich Zwischenfälle mit Öltankern, während die Spannungen zwischen den USA und Iran zunahmen. Iran erklärte, sieben Schiffe seien in der Meerenge getroffen worden. Diese Angabe ist nicht unabhängig bestätigt.
Auch die Aussicht auf mögliche neue Angriffe trägt zur Unsicherheit bei. Berichte beschreiben Planungen für eine mögliche US-israelische Operation nach den US-Zwischenwahlen. Als mögliche Ziele nannten US-Beamte Nuklearanlagen, Raketen- und Drohnenlager sowie Energieanlagen. Das Weiße Haus erklärte, die USA würden Iran nicht vor den Zwischenwahlen am 3. November angreifen. Die Berichte beschreiben damit eine mögliche spätere Operation.
Washington verschärft zugleich den Sanktionsdruck
Parallel zum militärischen Risiko geht die US-Regierung wirtschaftlich gegen Iran vor. Das US-Finanzministerium verhängte am 21. Oktober Sanktionen gegen Akteure, denen es Unterstützung für Irans Schattenflotte vorwirft. Die Maßnahmen zielen auf Netzwerke, die den Transport iranischen Öls ermöglichen sollen.
Für den Ölmarkt zählt nun, ob sich die Spannungen auf den Schiffsverkehr und die Energieversorgung ausweiten. Der nächste wichtige politische Termin sind die US-Zwischenwahlen am 3. November. Die möglichen Angriffsplanungen beziehen sich auf die Zeit danach.