Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent; die Zahlen könnten die Erwartungen
· VinciFi Redaktion

Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent; die Zahlen könnten die Erwartungen an den nächsten Zinsschritt der Reserve Bank of Australia beeinflussen.**
Die Erwerbsquote lag im September bei 66,8 Prozent. Damit blieb sie unter der Prognose von 67,0 Prozent und dem Augustwert von 67,1 Prozent. Sie misst den Anteil der Bevölkerung, der arbeitet oder eine Arbeit sucht.
Bei der Beschäftigungsänderung drehte sich das Bild gegenüber dem Vormonat: Im August waren 39.500 zusätzliche Stellen verzeichnet worden. Für September hatten Fachleute im Mittel mit einem weiteren Zuwachs von 20.000 gerechnet.
Die Arbeitslosenquote betrug im September 4,7 Prozent und lag damit über der Prognose von 4,6 Prozent. Die geglättete Trendquote blieb laut den Angaben bei 4,6 Prozent. Sie zeigt weniger Bewegung als die saisonbereinigte Monatszahl und zeichnet damit ein stabileres Bild des Arbeitsmarkts.
Schwächere Beschäftigung trifft auf hohe Zinsen
Die Reserve Bank of Australia hob ihren Leitzins im September auf 4,6 Prozent an. In den Sitzungsprotokollen der Notenbank wurde zugleich auf den Preis einer langsameren Beschäftigungsentwicklung verwiesen: Sie könne nötig sein, um die Inflation zu senken. Die neuen Arbeitsmarktdaten kommen damit in eine Phase, in der die Notenbank den Inflationsdruck und die Entwicklung der Wirtschaft gegeneinander abwägen muss.
Australische Marktberichte beschrieben nach der Veröffentlichung einen Rückgang der Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung. Das könnte die Einschätzung zu den australischen Zinsen beeinflussen und sich über den Australischen Dollar auch auf andere Märkte auswirken. Eine schwächere Beschäftigung allein legt jedoch keinen bestimmten geldpolitischen Schritt fest.
Die nächste Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia ist für den 3. November angesetzt. Dann entscheidet der geldpolitische Ausschuss erneut über den Leitzins.