Das Containerschiff GFS Pride ist in der Straße von Hormus gesunken
· VinciFi Redaktion

Das Containerschiff GFS Pride ist in der Straße von Hormus gesunken, nachdem es von einem Projektil getroffen worden war. Die unterschiedlichen Angaben zur Verantwortung für den Treffer können die Unsicherheit für die Schifffahrt auf der wichtigen Energieroute erhöhen.**
Singapurs Maritime and Port Authority (MPA) teilte mit, sie sei über Berichte informiert worden, wonach zwei in Singapur registrierte Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen worden sein sollen. Die MPA stellte die Treffer damit als mutmaßlich dar. Die GFS Pride sank, während sie an die Küste geschleppt wurde.
Die USA machen die iranischen Revolutionsgarden für den Treffer auf die GFS Pride verantwortlich. Aus dem Iran kam eine andere Darstellung: Die Revolutionsgarden erklärten, ein Schiff sei nach einem Minentreffer in Brand geraten und gesunken. Die Angaben zum Urheber und zur Art des Angriffs weichen somit voneinander ab.
Der Vorfall betrifft ein Containerschiff, nicht direkt einen Öltanker. Die Straße von Hormus ist zugleich eine wichtige Route für den globalen Energiehandel. Die US-Energiebehörde EIA bezifferte die Ölströme durch die Meerenge im ersten Quartal 2026 auf einen Rückgang von knapp 30 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025. Das entsprach einem Minus von nahezu sechs Millionen Barrel pro Tag.
Auch die Kosten für den Transport von Energie stehen unter Druck. Frachtraten für Tanker, die saubere Ölprodukte befördern, erreichten am 14. Oktober im Nahen Osten Rekordstände. Für Reedereien und Versicherer können weitere Angriffe das Risiko von Fahrten durch die Region erhöhen. Höhere Transportkosten könnten sich dadurch auch auf den Energiehandel auswirken.
Der Untergang der GFS Pride steht damit neben bereits angespannten Bedingungen für den Schiffsverkehr in der Region. Wie sich die unterschiedlichen Angaben zum Angriff aufklären, ist offen; weitere Vorfälle könnten die Risiken auf der Route weiter erhöhen.