Chinas Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent
· VinciFi Redaktion

Chinas umfragebasierte Arbeitslosenquote lag im September bei 5,2 Prozent, nach 5,3 Prozent im August und gegenüber 5,3 Prozent erwartet. Der Wert kann die Einschätzung des Arbeitsmarkts beeinflussen und steht neben einem rückläufigen Beschäftigungsindex im verarbeitenden Gewerbe.**
Auch in den 31 großen Städten betrug die umfragebasierte Arbeitslosenquote im September 5,2 Prozent. Damit lag sie für beide Abgrenzungen auf demselben Niveau.
Im August war die städtische Quote laut dem chinesischen Statistikamt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent gestiegen. Als saisonalen Einfluss nannte das Amt den Eintritt vieler Hochschulabsolventen in den Arbeitsmarkt. Bei den 30- bis 59-Jährigen lag die Quote im August bei 3,9 Prozent und damit auf dem Niveau des Vormonats und des Vorjahres.
Die Septemberzahl lag somit unter dem Vormonatswert und der Markterwartung. Der Vergleich stellt die drei Werte der umfragebasierten Arbeitslosenquote gegenüber.
Neue Jobs und Unternehmensumfragen ergänzen das Bild
In den ersten neun Monaten entstanden in Chinas Städten 10,52 Millionen neue Arbeitsplätze. Das entsprach 87,7 Prozent des Jahresziels. Die durchschnittliche umfragebasierte Arbeitslosenquote lag von Januar bis August bei 5,2 Prozent. Dieser Durchschnitt umfasst einen längeren Zeitraum als der Septemberwert.
Der Beschäftigungsindex des verarbeitenden Gewerbes sank im September um 0,3 Prozentpunkte auf 48,4 Prozent. Beim Einkaufsmanagerindex signalisiert ein Wert unter 50 eine Verschlechterung gegenüber dem Vormonat.
Für Anleger mit Engagements in China kann die Arbeitslosenquote ein Hinweis auf die Lage am Arbeitsmarkt und damit auf die Kaufkraft der Haushalte sein. Der Septemberwert steht dabei neben dem unter 50 gebliebenen Beschäftigungsindex im verarbeitenden Gewerbe. Für 10 Uhr Pekinger Zeit war am 19. Oktober eine Pressekonferenz des Statistikamts zu den Wirtschaftsdaten der ersten drei Quartale angesetzt.