China: Anlageinvestitionen sinken um 7,2 %
· VinciFi Redaktion

Chinas Anlageinvestitionen außerhalb der Landwirtschaft sanken von Januar bis September im Jahresvergleich um 7,2 %. Besonders stark war das Minus bei Immobilieninvestitionen, während einzelne Bereiche zulegten.**
Ein Gegenpol zum Rückgang der Gesamtinvestitionen sind Produkte des geistigen Eigentums: In diesem Bereich stiegen die Investitionen von Januar bis September um 9,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Nationale Statistikamt weist diesen Zuwachs als Teil der Investitionsbilanz aus.
Immobilieninvestitionen fallen deutlich stärker
Die Investitionen in die Immobilienentwicklung gingen im selben Zeitraum um 20,6 % zurück. Das Minus lag damit deutlich über dem Rückgang der gesamten Anlageinvestitionen von 7,2 %. Die Immobilienentwicklung war somit ein besonders schwacher Bereich innerhalb der Bilanz.
Die Zahlen zeigen unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der chinesischen Investitionen: Neben dem deutlichen Rückgang bei Immobilien standen Zuwächse bei Produkten des geistigen Eigentums. Der Gesamtwert fasst diese verschiedenen Bereiche zusammen, verdeckt aber, wie unterschiedlich sie sich entwickelt haben.
Industrieproduktion wächst im September
Ein weiteres Bild liefert die Industrieproduktion. Die reale Produktion der größeren Industrieunternehmen stieg im September um 5,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. „Real“ bedeutet hier, dass Preisveränderungen herausgerechnet sind. Die Investitionszahl bezieht sich dagegen auf die ersten neun Monate und vergleicht sie mit dem Vorjahreszeitraum. Die Kennzahlen messen somit unterschiedliche Bereiche und Zeiträume.
Für die Einordnung der chinesischen Konjunktur stehen damit eine sinkende Gesamtinvestition und eine höhere reale Industrieproduktion nebeneinander. Auch innerhalb der Investitionen reicht die Entwicklung von einem kräftigen Rückgang bei Immobilien bis zu einem Plus bei Produkten des geistigen Eigentums. Das unterstreicht, wie uneinheitlich die jüngsten Wirtschaftsdaten ausfallen.