CENTCOM: US halfen bei über 100 Mio. Barrel durch Hormus
· VinciFi Redaktion

US-Kräfte halfen nach Angaben des US-Zentralkommandos CENTCOM in den vergangenen sieben Tagen, mehr als 100 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus zu transportieren. Die Zahl fällt in eine Phase, in der die Internationale Energieagentur den Ölmarkt weiter als angespannt beschreibt.**
Die Angabe bezieht sich auf Transporte, bei denen US-Kräfte Unterstützung leisteten. Sie beziffert damit nicht den gesamten Schiffsverkehr durch die Meerenge. Bereits am 14. Oktober hatte CENTCOM erklärt, US-Kräfte hätten den Transport von 19 Millionen Barrel Öl unterstützt. Das Zentralkommando wies zugleich Irans Anspruch zurück, die Kontrolle über die Straße von Hormus auszuüben.
Berichte über Angriffe auf Schiffe in und um die Meerenge erreichten am 16. Oktober einen Rekordstand. Die Route ist für den Öltransport wichtig; die gemeldete Unterstützung durch US-Kräfte steht damit neben anhaltenden Sicherheitsrisiken für die Schifffahrt. Ein hohes Transportvolumen allein sagt nicht aus, ob sich der Verkehr bereits normalisiert hat.
Auch die Internationale Energieagentur (IEA) beschreibt die Ölmärkte als angespannt, besonders bei Diesel. Ihre Mitgliedstaaten vereinbarten am Donnerstag, die Freigabe von rund 100 Millionen Barrel aus Notfallvorräten zu beschleunigen. Diese Vorratsfreigabe ist eine eigene Maßnahme und nicht Teil der von CENTCOM genannten Transporte durch Hormus.
Für den Ölmarkt können sowohl die sichere Passage von Tankern als auch zusätzlich freigegebene Vorräte eine Rolle spielen: Mehr verfügbare Lieferungen könnten den Angebotsdruck lindern, während Angriffe und Störungen die Versorgung belasten können. Die IEA weist darauf hin, dass zunehmende Angriffe eine Erholung der Ölexporte gefährden können.