Britischer GfK-Index fällt auf minus 24 Punkte
· VinciFi Redaktion

Der britische GfK-Verbrauchervertrauensindex sank im Oktober auf minus 24 Punkte, nach minus 13 im September und gegenüber einer Prognose von minus 14. Der Rückgang kann auf deutlich vorsichtigere Verbraucherstimmung hindeuten und damit auch für Händler relevant sein.**
Der Barometer bündelt Einschätzungen zur persönlichen Finanzlage, zur britischen Wirtschaft und zu größeren Anschaffungen. Im September war der Gesamtwert noch um einen Punkt gestiegen. Es war der dritte monatliche Anstieg in Folge, erstmals seit Sommer 2024. Die drei Vergleichswerte zeigen nun, wie deutlich die Oktoberzahl unter dem Vormonat und der Markterwartung liegt.
Auch die Teilwerte des September-Barometers zeigten kein einheitliches Bild. Der Index für größere Anschaffungen sank um einen Punkt auf minus 8. Der Sparindex stieg dagegen um fünf Punkte auf plus 27. Er wird zwar im Bericht kommentiert, zählt aber nicht zum Gesamtindex. Die persönliche Finanzlage der vergangenen zwölf Monate verbesserte sich im September um drei Punkte auf minus 3. Die Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage für das vergangene Jahr legte um vier Punkte auf minus 36 zu.
Ein anderer Stimmungsindikator deutete im Oktober ebenfalls auf Zurückhaltung hin. In einer separaten S&P-Global-Umfrage lag der britische Haushaltsindex bei 41,3 Punkten und damit laut den Angaben auf dem niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren. 57 % der befragten Haushalte rechneten zudem mit höheren Zinsen; die Umfrage beschrieb Ausgaben und Sparen als zunehmend eingeschränkt. Das ist ein anderer Index als der GfK-Barometer. Zusammen mit dem GfK-Rückgang kann die Entwicklung für britische Einzelhändler ein Hinweis auf vorsichtigere Nachfrage sein, belegt für sich genommen aber keinen Rückgang tatsächlicher Verkäufe.
GfK erhebt den Barometer monatlich; die Daten werden gemeinsam mit dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen veröffentlicht. Für Anleger in britischen Handelsunternehmen ist die Stimmung relevant, weil sie Hinweise darauf geben kann, ob Haushalte größere Käufe eher aufschieben. Der nächste GfK-Verbrauchervertrauensindex soll am 20. November veröffentlicht werden.
Quelle: GfK Consumer Confidence Barometer powered by NIM.