Brent auf Sechsmonatshoch, Trump erwägt Iran-Einsatz
· VinciFi Redaktion

Brent-Öl zur Lieferung im Dezember schloss am Freitag bei 116,72 US-Dollar je Barrel. Trumps Überlegungen zu einem weiteren Einsatz gegen Iran könnten den Risikoaufschlag am Ölmarkt erhöhen.**
Am Freitag, 23. Oktober, sagte Trump bei einem Auftritt in Florida, die USA könnten eine weitere Operation mit dem Namen „Epic Fury“ durchführen. So bezeichnete das US-Militär den Krieg gegen Iran. Zugleich stellte Trump zwei Möglichkeiten gegenüber: den Krieg rasch beenden oder den Konflikt allmählich auslaufen lassen. Einen Zeitplan für einen weiteren Einsatz nannte er nicht.
Die USA und Israel begannen ihre Angriffe auf Iran am 28. Februar. Der Konflikt dauert damit fast acht Monate. Trump hatte zuvor erklärt, die USA würden Iran nicht vor den Zwischenwahlen am 3. November angreifen. Seine jüngsten Äußerungen stellen einen möglichen weiteren Einsatz in den Raum, ohne eine konkrete Operation anzukündigen.
Am Ölmarkt legte Brent zur Dezemberlieferung am Freitag um 3,55 US-Dollar oder 3,14 Prozent zu. Der Schlussstand war der höchste seit rund sechs Monaten. Eine weitere Eskalation könnte die Sorge vor Störungen der Energieversorgung in der Region verstärken und den Risikoaufschlag auf Rohöl erhöhen.
Auch die Infrastruktur im Persischen Golf ist Teil der Risiken. Iranische Sicherheitsvertreter sollen Berichten zufolge Pläne ausgearbeitet haben, bei neuen US-israelischen Angriffen Kommunikationskabel im Golf ins Visier zu nehmen. Diese mögliche Vergeltung bezieht sich auf den Fall eines erneuten Angriffs.
Unterdessen kamen in Istanbul die Außenminister von acht Ländern zusammen, darunter Deutschland und Frankreich, um über die Sicherheitslage zu beraten. Die US-Zwischenwahlen finden am 3. November statt. Trumps Äußerungen erfolgen damit kurz vor dem Termin, den er zuvor als Grenze für einen möglichen Angriff genannt hatte.