BOJ stellt weitere Zinserhöhungen in Aussicht
· VinciFi Redaktion

Die Bank of Japan kündigt an, die Zinsen angesichts der Entwicklung von Wirtschaft, Preisen und Finanzlage weiter anheben zu wollen. Der Kurs kann den Yen und die Finanzierungskosten beeinflussen.**
Japans zugrunde liegender Inflationsindex stieg im September im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, nach 2,6 Prozent im August. Der Anstieg war der stärkste seit Oktober 2023. Der Index klammert bestimmte Einmaleffekte aus und gibt damit Hinweise auf den breiteren Preisdruck.
Auch in Tokio lag die Inflation im Oktober über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank. Der Verbraucherpreisindex ohne frische Lebensmittel stieg dort um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im vierteljährlichen Ausblick signalisierte die BOJ, dass die zugrunde liegende Inflation ihr Zwei-Prozent-Ziel ungefähr erreicht hat.
Für den Zinskurs steht damit neben der tatsächlichen Preisentwicklung auch die Frage im Raum, wie dauerhaft dieser Druck ist. Stellvertretender Notenbankchef Ryozo Himino sagte, die starke Nachfrage nach Anwendungen künstlicher Intelligenz treibe Investitionen und Exporte. Das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Preise gehören damit zu den Faktoren, die die Notenbank bei weiteren Schritten berücksichtigt.
Schon vor der Sitzung galt ein weiterer Zinsschritt im Dezember als möglich. Eine automatische oder bereits beschlossene Erhöhung für diesen Termin folgt daraus nicht: Die BOJ knüpft ihren angekündigten Kurs an Veränderungen bei Wirtschaft, Preisen und Finanzlage. Der Dezember ist damit ein möglicher nächster Termin für eine Zinserhöhung.