BOJ peilt ETF-Verkäufe von rund 860 Mrd. Yen an

· VinciFi Redaktion

BOJ peilt ETF-Verkäufe von rund 860 Mrd. Yen an

Die Bank of Japan peilt an, ihre Verkäufe von ETF-Beständen auf rund 860 Mrd. Yen zu steigern, nach bisher etwa 330 Mrd. Yen. Ein höheres Verkaufstempo könnte mehr Angebot am japanischen Aktienmarkt schaffen.**

Im September 2025 beschloss die BOJ, ihre ETF-Bestände schrittweise abzubauen. Der damalige Richtwert lag bei rund 330 Mrd. Yen pro Jahr zum Buchwert. Die Zentralbank wollte das Tempo so niedrig halten, dass die Verkäufe den Aktienmarkt möglichst wenig beeinflussen. Das Volumen entsprach nach damaliger Einschätzung etwa 0,05 Prozent des gesamten Handelsumsatzes am Markt.

Mit den Verkäufen begann die BOJ im Januar 2026. In diesem Monat veräußerte sie ETFs im Buchwert von 5,3 Mrd. Yen und japanische Immobilienfonds im Wert von 100 Mio. Yen. Ende September 2025 belief sich der Marktwert ihrer ETF-Bestände auf rund 83 Bio. Yen. Für die geplante Beschleunigung nennt die BOJ rund 860 Mrd. Yen; der bisherige jährliche Richtwert lag bei etwa 330 Mrd. Yen. Wann das höhere Verkaufstempo gelten soll, ist offen.

Der Abbau ist Teil des Rückzugs der Zentralbank aus ihrer außergewöhnlichen Rolle am japanischen Aktienmarkt. Die BOJ hatte über ihre ETF-Käufe große Bestände an Fonds aufgebaut, die japanische Aktien halten. Ein höheres Verkaufstempo könnte das Angebot an ETF-Anteilen vergrößern und zusätzlichen Verkaufsdruck auf die darin enthaltenen Aktien ausüben. Für japanische Aktien wäre eine Beschleunigung damit ein weiterer Schritt beim Abbau der umfangreichen Notenbankbestände.

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